Wer hat an der Uhr gedreht?
antje.leimert | Montag, 28. März 2011 | Kategorie: News | 3 Kommentare
Zweimal jährlich – im März und im Oktober – ist es soweit, dann wird die Uhr um eine Stunde vor- bzw. zurückgestellt. Eingeführt wurde die Sommerzeit hierzulande im Jahr 1980 – sozusagen als Nachwehe der Ölkrise von 1973. Das Ziel war es, durch die längere Ausnutzung des natürlichen Lichts Energie einzusparen. Seit 1996 existieren für alle EU-Länder einheitliche Regelungen in Bezug auf die Zeitumstellung.
Vor- und Nachteile der Zeitumstellung
Im Sommer halten wir uns abends gerne lange im Freien auf. Durch die Zeitumstellung bleibt es noch länger hell, was wir sehr genießen – besonders an warmen Abenden im Juni, Juli und August. Unser Organismus profitiert von dem Wechsel von Sommer- und Winterzeit aber nicht unbedingt. Die Zeitverschiebung hat Auswirkungen auf den circadianen Rhythmus. Unsere innere Uhr richtet sich nach dem Tageslicht. Die eine Stunde, die in schöner Regelmäßigkeit abgezogen wird bzw. hinzukommt, kann daher Verwirrung stiften. Die innere Uhr gerät aus dem Gleichgewicht. Manche Menschen reagieren darauf sehr empfindlich. Sie leiden unter Schlafstörungen, fühlen sich am Tag matt und abgeschlagen und brauchen oft eine lange Umgewöhnungsphase.
Tipps für den Umgang mit dem jährlichen Mini-Jetleg
Im Grunde richtet sich die innere Uhr eines Menschen und damit unser Tag- und Nachtrhythmus nach der Dämmerung. Wird es dunkel, kommt es zur vermehrten Ausschüttung des Schlafhormons Melatonin. Man wird müde und hat ein erhöhtes Schlafbedürfnis. Manche Berufsgruppen – z.B. Schichtarbeiter oder Crews von Langstrecken-Flügen – sind jedoch gezwungen diesen Rhythmus von Tag und Nacht immer wieder ins Ungleichgewicht zu bringen. Otto Normalbürger kann sich von ihnen einige Tipps abschauen, um besser mit der Umstellung auf Sommer- bzw. Winterzeit umzugehen. Am Tag der Zeitumstellung sollte man zur gewohnten Zeit zu Bett gehen. So gibt man dem Körper die Chance sich quasi „im Schlaf“ umzugewöhnen. Für einen stabilen Kreislauf ist es außerdem wichtig, genügend Wasser zu trinken. Auch mit vitaminreicher Ernährung und regelmäßiger Bewegung ist man besser für den jährlichen Mini-Jetleg gewappnet.
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Kommentare (3) | Montag, 28. März 2011


Dienstag, 29. März 2011 um 20:28
Gefällt mir sehr die Seite. Tolle Themenwahl.
Dienstag, 5. April 2011 um 8:33
Ist es nicht sogar so, dass die Zeitumstellung nicht wirklich zur energieersparnis beiträgt? Ich hab da mal was gehört …
Dienstag, 5. April 2011 um 10:55
Nun, die Zeitumstellung spaltet die Nation(en) im Halbjahres-Rhythmus in Befürworter und Gegner. Sommerzeitgegner plädieren für die Abschaffung, weil die Sommerzeit keine Energieersparnis darstelle. Im Gegenteil: durch sie würde eher mehr Energie verbraucht. Erklärung: morgens müsse durch das frühere Aufstehen mehr geheizt werden, als abends durch die längere Helligkeit an Energie eingespart würde. Befürworter meinen hingegen, dass man Ende März eigentlich nicht mehr heizen müsse. Somit ist diese Diskussion ebenso alt wie die Zeitumstellung selbst und wird vermutlich noch lange nicht abreißen …