Art déco (Abkürzung für frz. „art décorative“, „verzierende Kunst“) ist eine Designbewegung, die in den 20er Jahren des vergangenen Jahrhunderts aufkam.
Benannt wurde sie nach der Kunstgewerbeausstellung „Exposition Internationale
des Arts Décoratifs et Industriels Modernes“, die von führenden französischen
Künstlern ins Leben gerufen wurde und 1925 in Paris stattfand.
Der Art-déco-Stil löste nach dem Ersten Weltkrieg den Jugendstil ab und beeinflusste in erster Linie das Design von Gebrauchsgegenständen. Dem Art déco liegt kein markantes
Stilmerkmal zugrunde, er wird jedoch stets von eleganten, klaren Linien
geprägt. Oft spielen auch geometrische Muster eine zentrale Rolle bei Art-déco-Objekten.
Die einst luxuriösen Entwürfe aus edlen Materialien wurden später kopiert und
in Massenproduktion mit neuen, vom Menschen geschaffenen Werkstoffen, wie
Stahl, Chrom, Plastik und Bakelit, hergestellt. Dadurch wurde Art déco schnell zu einem weltweiten Stilbegriff, der sich auf alle Lebensbereiche ausdehnte:
Kunst, Mode, Architektur, Möbel, Schmuck, Autos.
Der Zweite Weltkrieg bedeutete das Ende für Art déco in Europa. In den USA lebte die
Stilrichtung noch einige Jahrzehnte fort. So wurden einige der berühmtesten
Gebäude New Yorks im Art-déco-Stil gebaut: das Rockefeller Center, das Empire State Building und das Chrysler Building.

