Lampen und Leuchten News
Zurück zur Übersicht26.09.2011 „Bulb Fiction“ - Plädoyer für die Glühlampe
Am 1. September trat die dritte Stufe des Glühlampenverbots, das die EU mit der
Verordnung (EG) 244/2009 besiegelt hat, in Kraft. Während momentan noch klare
Glühlampen unter 60 Watt produziert werden dürfen, wird die vierte Stufe im
nächsten Jahr das endgültige Aus aller Glühlampen bedeuten. Der österreichische
Dokumentarfilmer Christoph Mayr hat sich auf die Suche nach dem Wie und Warum
dieses Glühlampenausstiegs begeben und dabei interessante Entdeckungen gemacht.
Das Ergebnis seiner Arbeit, der Film „Bulb Fiction“, läuft seit 16. September
im Kino.
Kritik an der Energiesparlampe
Mayrs Blick richtet sich auf die Nachteile der Energiesparlampe und die vermeintlichen Vorteile, die er ebenfalls als Nachteile entlarvt bzw. zu entlarven versucht. Seine Kritik richtet sich gegen das in Energiesparlampen enthaltene Quecksilber, das unnatürliche Lichtspektrum, das Flackern der Lampen, das neurologische Prozesse stören kann, und die Schwierigkeit der umweltfreundlichen Entsorgung der Energiesparlampen. Für seine Beweisführung begibt sich Mayr zur EU-Kommission nach Brüssel, an die TU Wien und nach Indien und China, wo Energiesparlampen u. a. hergestellt werden. Auch an der Umweltorganisation Greenpeace und ihrer Energiesparlampen-Kampagne übt er Kritik.
Widerstand gegen Fremdbestimmung
Abgesehen von Nach- bzw. Vorteilen bestimmter Leuchtmittel ist „Bulb Fiction“ ein Film,
der das Glühlampen-Aus zum Anlass nimmt, über Machenschaften in Politik und
Industrie hinzuweisen, die man sich als mündiger Bürger nicht gefallen lassen
sollte. Auch wenn ein wirksamer Widerstand gegen die „Richtlinie zur
Regulierung von Lichtprodukten in privaten Haushalten", sprich das Verbot von
Glühlampen, nun schon zu spät ist, so ist es Mayrs Absicht, die Wachsamkeit der
Verbraucher zu schärfen und sie zum Widerstand gegen Fremdbestimmung
aufzurufen.
© Fotos: Thimfilm


