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Zurück zur Übersicht29.11.2011 Erfinder der weißen LED 80 Jahre alt
Am 25. November feierte Prof. Dr. Jürgen Schneider, der Erfinder der weißen LED,
seinen 80. Geburtstag. Schneider war bis zu seiner Pensionierung im Jahre 1996
Leiter der Abteilung Materialforschung des Fraunhofer-Instituts für Angewandte
Festkörperphysik in Freiburg gewesen. Ein Jahr zuvor hatte er eine Leuchtdiode
entwickelt, die nicht wie bislang nur buntes Licht, sondern auch weißes Licht
produzieren konnte. Die Erfindung der weißen LED ebnete den kleinen
Leuchtdioden den Weg in die Wohnraum- und Allgemeinbeleuchtung.
Die Geschichte der LED
Der gebürtige Berliner, der in Freiburg Physik studiert hatte, nutzte für die Entwicklung der weißen LED eine Technik, die zu diesem Zeitpunkt schon fast 100 Jahre bekannt war. 1907 nämlich entdeckte der Engländer Henry Joseph Round den physikalischen Effekt der Elektrolumineszenz. Dadurch war es möglich, elektrische Energie beim Durchfluss durch einen Halbleiter in Licht umzuwandeln. Die erste industriell gefertigte LED kam 1962 auf den Markt, konnte jedoch nur buntes Licht erzeugen und wurde deshalb zunächst in Autos als Rück- oder Blinklicht eingesetzt.
Weißes Licht bei LEDs
Als Schneider in den 90er Jahren an der Entwicklung des weißen Lichts bei LEDs arbeitete, waren die kleinen Leuchtdioden immer noch hauptsächlich als Warnlichter, in Anzeigen elektronischer Geräte, im Fahrzeugbau oder in der Außenbeleuchtung für farbige Gebäude-Anstrahlung im Einsatz. Weißes LED-Licht wird heutzutage entweder durch die Kombination verschiedenfarbiger LEDs oder durch die Beimischung von Leuchtstoffen zu blauen LEDs erzeugt. Seit 1997 die erste weiße LED in den Handel kam, wurden die zukunftsweisenden Leuchtmittel beständig weiterentwickelt und stellen heute bereits eine adäquate Alternative zu herkömmlichen Leuchtmitteln dar.
© Fotos: Fraunhofer IAF


