Lampen und Leuchten News
Zurück zur Übersicht24.01.2012 Ausstellung „mies-mies“
Licht kann Räume erlebbar machen, Licht tastet Oberflächen und Wände ab, Licht stellt die Wahrnehmung von Form und Entfernung in Frage. Der Medien- und Konzeptkünstler Mischa Kuball zeigt genau diese Funktion von Licht als Seh- und Denkinstrument in der Sonderausstellung „mies-mies“ im Kunstmuseum Celle mit Sammlung Robert Simon. Neben vielen Lichtinstallationen wie dem „Projektionsraum 1:1:1, spinnig“ und einem Nachbau des Licht-Raum-Modulators von László Moholy-Nagy ist das Herzstück der Ausstellung der Werkblock „mies-mies“. Damit zeigt Kuball seine Auseinandersetzung mit dem Pavillongebäude von Ludwig Mies van der Rohe, das dieser für die Weltausstellung in Barcelona 1929 eigens entworfen hatte und mit dem er propagierte, die Trennung von Architektur und Umgebung aufzugeben.
Nächtlicher Lichtkunst-Parcours
Jedem Besucher, der sich bei Anbruch der Dunkelheit dem Kunstmuseum Celle nähert, sticht sofort Kuballs Licht-Intervention „inhale/exhale“ ins Auge, bei der die weiße Beleuchtung des gläsernen Foyers mit einer Wechselschaltung in langsame Auf- und Abbewegungen versetzt wird. Dadurch entsteht der Eindruck, das Gebäude würde atmen. „inhale/exhale“ ist gleichzeitig auch der Auftakt zum nächtlichen Lichtkunst-Parcours. Das Kunstmuseum Celle kann nämlich mit einem weltweit einzigartigen Museumskonzept aufwarten: Als 24-Stunden-Kunstmuseum bietet es seinen Besuchern auch außerhalb der Öffnungszeiten Kunst zum Anschauen und Erleben. Ein Rundgang um das Museum im Dunkeln offenbart ganz andere Seiten der Ausstellungen, so auch der „mies-mies“-Ausstellung des Kölner Medienprofessors und Künstlers.
Die Ausstellung „Mischa Kuball: mies-mies“ ist noch bis 31. März 2012 zu besichtigen - von innen dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr und von außen täglich von 17 bis 10 Uhr.
Weitere Informationen: www.kunst.celle.de
© Fotos: Urs Müller 2011, Sonderausstellung „Mischa Kuball: mies-mies“ im Kunstmuseum Celle mit Sammlung Robert Simon


