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Zurück zur Übersicht02.02.2011 „Juwelen des Lichts“ in Zürich
Lüster, Luster oder auch Krone – je nach Sprachgebiet erfreut sich der Kronleuchter unterschiedlicher Bezeichnungen. Doch nicht nur sein Name ist facettenreich, auch seine Entwicklung im Laufe der Jahrhunderte ist alles andere als langweilig und eindimensional verlaufen. Das Museum Bellerive in Zürich stellt genau diese Entwicklung in seiner aktuellen Ausstellung „Kronleuchter – Juwelen des Lichts“ noch bis zum 27. März 2011 dar.
Kronleuchter, die damals wie heute Ausdruck des Zeitgeistes sind, gab es schon im Mittelalter. Wurden die Vorläufer der Prunkleuchter noch aus Holz, Messing und Bronze gearbeitet, begann spätestens mit der Herstellung von Glas die Veredelung der mehrflammigen Beleuchtungselemente. Sowohl die Bezeichnung Gebrauchsgegenstand als auch Symbolträger oder Luxusobjekt treffen auf den Kronleuchter im Laufe der Zeit zu. Der Sonnenkönig Ludwig XIV. und auch Friedrich der Große schmückten ihre Schlösser mit prachtvollen Lüstern und demonstrierten damit ihre Macht und ihren Reichtum. Im Zuge der Industrialisierung erfuhr der Kronleuchter schließlich eine größere Verbreitung. Heutzutage sind Kronleuchter nicht nur als Prunkstücke in Museen, Ballsälen oder Schlössern zu sehen, sondern durchaus auch im Wohnzimmer der Studenten-WG.
Vom Öllämpchen bis zur Leuchtdiode, vom böhmischen Barockluster zum extravaganten modernen Chandelier – zu sehen sind die Exponate der Kronleuchter-Ausstellung im Museum Bellerive, einem Haus des Museum für Gestaltung, dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr. Am Sonntag, den 6. Februar ist Open House, d. h. freier Eintritt.
Weitere Informationen: www.museum-bellerive.ch
Foto: Betty Fleck, Studio Publikation, Zürcher Hochschule der Künste © ZHdK


