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01.05.2011 Licht, Raum, Farbe: Heinz Mack

Feuerwüste Heinz MackDie Sahara gilt als die größte Trockenwüste der Welt. Am Tag kommt es dort zu Temperaturen von bis zu 60° C und der stetige Wind wirbelt den Sahara-Staub durch die Lüfte. Wohl nicht gerade ein idealer Platz, um ein Kunstprojekt zu initiieren. Doch für Heinz Mack 1968 offenbar genau der richtige Ausstellungsort. Der Künstler, der 1931 in Lollar bei Gießen geboren wurde, wird mit den Worten zitiert: „Was das Licht betrifft, so möchte ich an die Grenze des Machbaren gehen. Ich bin vom Spektrum des Lichts fasziniert und zwar bezogen auf den Raum und die Zeit.“ Auch deshalb suchte Mack wohl unberührte Räume wie die Sahara auf, um damit der Kunst eine neue Aura zu verleihen – losgelöst von Museen und Galerien.

Lichtkinetische Kunst

In den 1960er Jahren hat Mack die Kunst als Mitbegründer der Künstlergruppe Zero revolutioniert. Seine lichtkinetische Kunst war dynamisch und somit etwas völlig Neuartiges. Er versetzte seine Werke in Bewegung und schuf damit ein bis dato noch nicht dagewesenes Genre: dynamische Kunst.

Macks Experimentierfreudigkeit zeigte sich auch in seinem Umgang mit Werkstoffen. Er bog und polierte Metall oder Chrom, arbeitete mit Glas oder Kunststoff und ließ die Materialien das Licht auf ungewöhnliche Weise brechen. Licht und Bewegung sind die beiden Dinge, die Mack bis heute zu seiner Objektkunst inspirieren.

Ausstellung zum 80. Geburtstag

Anfang März feierte der für seine Lichtstelen und Metallreliefs bekannte Künstler seinen 80. Geburtstag und wird nun mit einer Retrospektive von rund 140 seiner Arbeiten geehrt.

„Licht – Raum – Farbe“ ist noch bis zum 10. Juli 2011 in der Bonner Bundeskunsthalle zu sehen.

© Foto: VG Bild-Kunst, Bonn 2011

 

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