Den Namen Walter Gropius bringt man ohne Frage mit vielem in Verbindung, jedoch wird er am häufigsten in Zusammenhang mit dem Bauhaus und dem Begriff der Neuen Sachlichkeit der 1920er Jahre genannt. Gropius (1883-1969) gilt als Gründer des Bauhauses Weimar, der Designer- und Architektenschmiede des modernen Funktionalismus, und als Visionär des sozialen Wohnungsbaus. So war er nicht nur viele Jahre Leiter des Bauhauses (1919-1928), sondern zeichnete sich auch verantwortlich für Wohnungsbauprojekte wie die Berliner Trabantenstadt „Gropiusstadt“ – heute ein sozialer Brennpunkt in Berlin Neukölln. Neben Häusern entwarf er aber auch Möbel, Tapeten, Geschirr und andere Gebrauchsgegenstände.

Von Berlin in die USA

Walter Gropius wurde 1883 in Berlin geboren. Das Architekturstudium in München und Berlin brach er 1908 ohne Diplom ab und machte sich 1910 als Architekt und Industriedesigner selbständig. 1911 schuf er mit dem Fagus-Werk in Alfeld an der Leine seine erste bedeutende Arbeit. Beim Umzug des Bauhauses nach Dessau 1926 entwarf Gropius das neue Gebäude der Design- und Architektenschule. 1937 emigrierte er in die USA und wurde dort Professor an der Harvard University. Viele Jahre prägte er dort die funktionalistische Architektur Amerikas und gründete 1938 das Architektenkollektiv „The Architects Collaborative“ (TAC). 1969 starb Gropius in Boston.

Das Vermächtnis von Walter Gropius

Sowohl Bauwerke als auch andere Gebrauchsgegenstände gehören zum Erbe des Designers und Architekten Walter Gropius. Zu seinen größeren Spätwerken gehören das PanAm-Gebäude in New York (heute MetLife), die amerikanische Botschaft in Athen und die Rosenthal-Porzellanfabrik in Selb. Gropius‘ moderner, funktionalistischer Baustil war richtungsweisend für das gesamte moderne Design. Seine Arbeiten begründeten die Klassische Moderne.

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