Louis und Auguste Lumière haben wir humorvolle und traurige, trostreiche und nachdenkliche Momente zu verdanken, denn die beiden Brüder sind sozusagen die Väter des Kinos. Mögen ihre Namen mittlerweile auch in den Hintergrund gerückt sein, ihr „Cinematographe Lumière“ aus dem Jahr 1895 ermöglichte die weltweit erste öffentliche Filmvorführung. Die Idee, bewegte Bilder sichtbar zu machen, war nicht vollkommen neu – man denke nur an die Laterna magica oder das Kinetoskop von Thomas Alva Edison, dem Erfinder der Glühlampe. Doch der Cinematographe Lumière ermöglichte es nun auch Filme zu drehen und sie wiederzugeben. Bei ihrer ersten öffentlichen Filmvorführung am 28. Dezember 1895 in Paris präsentierten die Brüder Lumière selbstgedrehte Aufnahmen.

Leidenschaft für Malerei, Fotografie und Film

Das Interesse für Malerei, Fotografie und schließlich für Filme bekamen Louis und Auguste Lumière sozusagen in die Wiege gelegt. Ihr Vater Antoine Lumière, ein gelernter Schriftenmaler, arbeitete ab 1870 als selbstständiger Porträtfotograf. Er war auch der Gründer der Lumière-Werke, in denen Fotoplatten produziert wurden. Der Vater war neuen fotografischen Erfindungen gegenüber sehr aufgeschlossen und interessiert. Er war es auch, der eine Vorführung von Edisons Kinetoskop gesehen hatte und seine Söhne darauf aufmerksam machte.

Die Anfänge des Kinos: der Cinematographe Lumière

Mit der Weiterentwicklung von Edisons Kinetoskop, ihrem „Cinématographe Lumière“ gelang es Louis und Auguste Lumière Filme aufzunehmen und die Filmaufnahmen später auch sichtbar zu machen. Ihre ersten Filme zeigten Arbeiter in der Fabrik ihres Vaters, die Fütterung eines Babys oder den Abriss einer Mauer. Damit machten sie ihrem Namen Lumière (dt. „Licht“) alle Ehre und begründeten ihren Ruf als die „Licht“-Brüder.

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