Der österreichische Künstler Friedensreich Hundertwasser (bürgerlicher Name: Friedrich Stowasser) ist bekannt für seine bunten Gemälde und farbenfrohen Bauten. Wer kennt  nicht das „Hundertwasserhaus“ in Wien  oder sein letztes Werk – die „Grüne Zitadelle“ in Magdeburg? Der 1928 geborene Künstler zeigte schon früh Talent  für die Malerei. Er begann 1949 in Wien ein Kunststudium, das er jedoch nach kurzer Zeit abbrach. Er ging auf Reisen, wobei er sich Inspiration für seine Kunst holte. Er hatte auch verschiedene Wohnsitze: in Japan, Neuseeland, Venedig und Frankreich. Auf der Rückreise von Neuseeland starb er am 19. Februar 2000 an Herzversagen.

Die Spirale als Sinnbild des Lebens

Den Künstlernamen Hundertwasser leitete er von seinem Geburtsnamen „Stowassser“ („sto“ = slawisch für „hundert“) ab und signierte damit schon als Student seine Werke.

Vorherrschend in seiner Kunst ist die Spirale, die für Friedensreich Hundertwasser das Sinnbild des Lebens war. Durch die Farbenprächtigkeit der von ihm für seine Kunst verwandten Komplementärfarben fielen seine Werke besonders ins Auge. Er konzentrierte sich in späteren Jahren stärker auf die Architektur und schuf außergewöhnliche Kindertagesstätten, Wohn- und Geschäftshäuser sowie farbenfrohe Schulgebäude. Die von Hundertwasser entworfenen Bauten strahlen Lebensfreude im Einklang mit der Natur aus. Für Hundertwasser war es wichtig, der Natur den Platz, den die von ihm geschaffenen Bauten ihr wegnahmen, wiederzugeben. Deshalb begrünte er Terrassen und Dächer, pflanzte Bäume und tat alles, um Architektur im Einklang mit der Natur und mit dem natürlichen Wesen des Menschen zu gestalten. Er erntete nicht nur Lob, sondern auch manche Kritik für seine Architektur. Man warf ihm vor, bei der Planung seiner Gebäude so wichtige Punkte wie Wärmedämmung, Schallschutz und die sanitären Anlagen zu vernachlässigen und die künstlerischen Aspekte zu sehr in den Vordergrund zu stellen.

Lichtsäulen von Friedensreich Hundertwasser

Der vielseitige Künstler entwarf zudem künstlerische Motive z. B. für Fahnen, Plakate und Briefmarken. Er hatte ein ausgesprochenes Faible für Säulen, die er bei seinen Gebäuden nicht nur als tragende, sondern auch als schmückende Elemente einsetzte.  Bekannt wurden seine aus drei Einzelteilen zusammengesetzten Säulenleuchter aus Porzellan, Unikate, die – mit Teelichtern oder anderen Kerzen bestückt  – farbenfroh von Hundertwassers Kreativität zeugen.

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