Am 1. November 1976 meldete Richard Taylor Van Zandt eine Erfindung beim US-Patentamt an, die mit der Nummer 4064428 und der Bezeichnung „Chemical Light Device“ eingetragen wurde. Gemeint ist ein Leuchtstab, auch Knicklicht genannt. Knicklichter funktionieren nach dem Prinzip der Chemolumineszenz und werden in den verschiedensten Bereichen als Markierungs- und Notbeleuchtung eingesetzt. Sie finden aber auch als Partylichter Anklang und wurden einem breiten Publikum in Deutschland durch die Verwendung auf Techno-Partys Anfang der 1990er Jahre bekannt. Es entwickelten sich sogar verschiedene Tanzformen wie das „Glowsticking“ und das „Glowstringing“, bei denen die Knicklichter auf den Händen bzw. an Schnüren bewegt werden.

Chemolumineszenz – Wirkungsweise des Knicklichts

Damit die Knicklichter leuchten können, bedarf es einer bestimmten chemischen Reaktion – der Chemolumineszenz. Ein Knicklicht besteht aus einer transparenten Kunststoffröhre, in der sich eine Chemikalie und eine fluoreszierende Farbstofflösung befinden. Im Inneren der Kunststoffröhre befindet sich ein weiteres Röhrchen. Es ist aus Glas und beinhaltet eine zweite Chemikalie. Wird der Leuchtstab dann geknickt, vermischen sich die Stoffe und der Stab beginnt zu leuchten.

Leuchtfarbe und Leuchtdauer dieses Knicklichts werden von der Zusammensetzung der Inhaltsstoffe bestimmt. Je nachdem, ob der Leuchtstab Kälte oder Wärme ausgesetzt wird, verläuft die chemische Reaktion langsamer (Kälte) oder schneller (Wärme). Die meisten im Handel erhältlichen Knicklichter leuchten ca. 15 Stunden. Aber auch eine Leuchtdauer von bis zu mehreren Tagen ist möglich.

Einsatzgebiete des Knicklichts

Die bunten Leuchtstäbe kommen nicht nur als Partyspaß zur Anwendung, sondern haben sich auch als Notbeleuchtung und Markierungsmittel, z. B. beim Fischfang oder beim Golfsport sowie beim Bogenschießen bewährt. Vorsicht ist jedoch auch im Umgang mit den beliebten Knicklichtern geboten: Kinder und Jugendliche bewegen die Leuchtstäbe gerne im Mund hin und her. Beim Zerbeißen tritt jedoch die enthaltene Flüssigkeit aus, was zu Schleimhautreizungen führen kann. Auf der Verpackung gibt es meist keine Hinweise auf Inhaltsstoffe oder Hersteller. Zur Sicherheit sollten deshalb Knicklichter von Kleinkindern ferngehalten werden.

2 Responses

  1. Knicklichter

    Sehr guter Artikel über Knicklichter, um sich zu informieren.
    Bei einigen Herstellern werden die Knicklichter aber durch unabhängige deutsche Institute getstet […; Anm. d. Red.: Link entfernt]

    Antworten
    • antje.leimert

      Danke für den Beitrag und das Lob! Die Tests sind wichtig – auch für uns, denn wir von Lampenwelt.de wollen unseren Kunden immer die beste Qualität anbieten.

      Antworten

Schreibe uns einen Kommentar:

Deine Email Adresse wird nicht veröffentlicht.