Schreibtischleuchte_260„Design kann nicht nachhaltig sein“, sagt Leuchtendesigner Tobias Grau. Für ihn ist Leuchtendesign immer progressiv, es gibt dabei keinen Stillstand. Daher besteht für ihn ein gewisser Widerspruch zwischen innovativem Design und Nachhaltigkeit. Was nicht bedeuten muss, dass ein Möbelstück, eine Leuchte oder ein Wohnaccessoire nicht von einer Generation zur nächsten vererbt werden kann. Dennoch arbeite man als Designer nicht für die Ewigkeit, so Grau.

Erfolgreicher Autodidakt

Tobias Grau wird 1957 in Hamburg geboren. Nach einem Aufenthalt an der Parson School of Design in New York macht sich der studierte Betriebswirt 1984 als Designer selbstständig. Seine erfolgreiche Laufbahn als Leuchtendesigner beginnt bereits mit seiner ersten Leuchtenkollektion im Jahr 1987. Sie stößt national und international auf große Anerkennung. Im Laufe der Jahre werden viele seiner Leuchten mit Designpreisen ausgezeichnet – unter anderem mit dem Reddot Design Award, dem iF Produkt Design Award und dem Designpreis der Bundesrepublik Deutschland.

„Luja“, „Bill“, „Soon“ & Co.

Zu den erfolgreichsten Leuchten von Tobias Grau zählen zum Beispiel das Niedervolt-Leuchtensystem „Luja“ (1987), das Leuchtensystem „OMM“ (1998) und die Schreibtischleuchte „Bill“ (2001). Seine Leuchten zeichnen sich durch hohen technischen Qualitätsanspruch und unkonventionelles Design aus. So zum Beispiel die Tischleuchte „Soon“ (2001). Sie besteht aus vielen verstellbaren Gliedern und erinnert ihrer Form nach an eine Schlange und durch ihre Beweglichkeit an eine Wirbelsäule. Die Leuchte lässt sich daher sehr individuell ausrichten. Seine Produkte führt Tobias Grau gemeinsam mit seinem Team bis zur Serienreife und arbeitet dabei mit weltweiten Zulieferern zusammen. Zum Sortiment gehören heute unter anderem auch Lichtschalter.

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