Betrachtet man ihn von der Seite, so wirkt seine Linie wie der grazile Hals eines Schwans. Dieser Ähnlichkeit verdankt der Sessel „Schwan“ seine Bezeichnung. Er ist einer der berühmtesten Möbelentwürfe des dänischen Architekten und Produktdesigners Arne Jacobsen (1902 – 1971). Überhaupt mutet der Sessel ebenso elegant an wie das gleichnamige Tier. Nach dem Abschluss einer Maurer-Lehre und seines Architekturstudiums an der Königlich Dänischen Kunstakademie Kopenhagen im Jahr 1927 unternahm Jacobsen viele Reisen ins europäische Ausland – unter anderem auch nach Berlin. Die architektonischen Werke der Bauhäusler Ludwig Mies van der Rohe und Walter Gropius beeindruckten Jacobsen sehr. Sie sollten großen Einfluss auf seine eigenen Arbeiten haben.

Arne Jacobsen – Perfektionist und passionierter Naturforscher

Durch ihre Formschönheit haben Jacobsens Entwürfe mit den Jahren nichts an ihrer Popularität eingebüßt – ganz im Gegenteil. Dies liegt mit Sicherheit auch an Jacobsens Perfektionismus und seiner Leidenschaft für Flora und Fauna, die sich in seinem organischen Design niederschlug. Anschauliche Beispiele dafür sind der Stuhl „Ameise“ (1951), der bereits erwähnte „Schwan“ oder Jacobsens berühmter „Ei“-Sessel. Die beiden letzteren hat er Ende der 1950er Jahre für das SAS Royal Hotel in Kopenhagen entworfen. Doch schuf er nicht allein die Architektur des Hotels, sondern dessen komplette Inneneinrichtung. Auch dies verdeutlicht Jacobsens Detailverliebtheit. Der 22-stöckige Bau war bei seiner Eröffnung 1960 das weltweit erste Designhotel. Als Architekt und Produktdesigner gelangte Arne Jacobsen zu internationaler Anerkennung und erhielt zahlreiche Preise.

Unsterbliche Design-Ikonen: Jacobsens Leuchten-Kreationen

Bemerkenswert ist, dass Jacobsens Werke noch heute als zukunftsweisend gelten – und sogar im Film zu sehen sind. So stattete Stanley Kubrick seinen Film „2001: Odyssee im Weltraum“ mit der nach den Initialen des Designers benannten Essbesteckserie „AJ“ aus. Ebenso futuristisch sind Jacobsens Leuchten. Auch sie tragen seine Anfangsbuchstaben im Namen. Zum Beispiel die Leuchtenserie „AJ Royal“, die er ebenfalls für das SAS Royal Hotel in Kopenhagen gestaltete.

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