Am 15. April 2011 wäre Wilhelm Wagenfeld 111 Jahre alt geworden. Anlässlich dieses besonderen Jubiläums präsentiert das Bauhaus eine Ausstellung mit dem Titel „Wilhelm Wagenfeld. Weiterwirken in die Zeit hinein“. Vom 24. Juni bis 30. Oktober bietet die Retrospektive einen Überblick über das Werk des wohl bekanntesten deutschen Industriedesigners des 20. Jahrhunderts. Unter den gut 500 Exponaten befinden sich neben der berühmten Wagenfeld-Leuchte WG24 (1924), den Salz- und Pfefferstreuern Max und Moritz (für WMF 1954) und dem Lufthansa-Bordgeschirr (1954) auch Briefe, Urkunden, Fotografien und Entwürfe – allesamt Originale aus der Bremer Wilhelm-Wagenfeld-Stiftung.

Wagenfeld war 1923 als Silberschmiedgeselle ans Bauhaus Weimar gekommen und wurde Schüler László Moholy-Nagys in der Metallwerkstatt. Schon ein Jahr später entstand die berühmte Wagenfeld-Leuchte WG24, die seit 1980 wieder hergestellt wird. Im Laufe seiner Karriere entwarf Wagenfeld Gebrauchsgegenstände, die sowohl Kunstwerke als auch Serienprodukte waren und es immer noch sind, denn seine Entwürfe sind von so großer Zeitlosigkeit, dass sie auch Jahrzehnte später bei den Verbrauchern noch hoch im Kurs stehen.

Die Ausstellung ist täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Jeweils sonntags um 10.30 Uhr wird eine Führung  unter dem Motto „Die Form muss wie ein Diener sein“ angeboten. Für Kinder gibt es am 18. September um 10.30 Uhr einen Workshop in der Familienwerkstatt, bei dem sie sich selbst als Designer versuchen können.

Weitere Informationen: www.bauhaus-dessau.de

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