Olafur Eliasson, 1967 als Sohn isländischer Eltern in Kopenhagen geboren, studierte in seiner Geburtsstadt an der Königlich-Dänischen Kunstakademie. Einen Namen machte sich Eliasson mit Projekten im öffentlichen Raum: unter anderem mit dem Projekt „Green River“ (1998 und 2001) bei dem er die Flüsse internationaler Städte mit unbedenklicher Farbe einfärbte. Die Reaktionen der ahnungslosen Passanten wurden dabei zum Bestandteil des Kunstprojekts. So auch 1997, als er ein langes Kabel als Pendel benutzte und einen daran befestigten Ventilator über den Köpfen der Ausstellungsbesucher kreisen ließ. Zwangsläufig mussten sie dem Ventilator ausweichen. 2006 errichtete der isländisch-dänische Künstler einen „Light Lab“, einen Lichtbogen, auf dem Dach des neuen Portikus, einer Ausstellungshalle in Frankfurt am Main. Aufsehen erregte er auch mit „The New York City Waterfalls“, vier großen künstlichen Wasserfällen, die Eliasson 2008 rund um den New Yorker Stadtteil Manhatten installierte. Sein „Dufttunnel“, ein Karussell aus mehr als 2000 bepflanzten Blumentöpfen, entstand als dezentrales Projekt der Expo 2000 in Hannover.

Die Natur als Kunstwerkzeug

Es fällt auf, dass Eliasson gerne die Natur und ihre Elemente in seine Kunst mit einbezieht. Die Werke des Wahlberliners, der seit 2006 eine Professur an der Berliner Universität der Künste innehat, waren und sind in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen zu sehen und wurden schon mehrfach mit Preisen ausgezeichnet. Seit 1995 hat der Installationskünstler sein eigenes Studio, sein „Institut für Raumexperimente“ mit rund 50 Mitarbeitern aus unterschiedlichsten Berufsgruppen: vom Architekten über den Schreiner bis hin zum Kunsthistoriker und Physiker. Gemeinsam mit ihnen realisiert er seine weltweiten Kunstprojekte, und zwar nach einem ganz bestimmten Grundsatz, der auf seiner Homepage zu finden ist: „Meinem Verständnis nach ist ein Kunstwerk grundsätzlich mit seiner Umgebung verbunden, mit der Gegenwart, der Gesellschaft und den kulturellen und geografischen Determinanten. Es aktiviert diese dicht vernetzte Struktur und untersucht somit die Welt, in der wir leben – und kann dadurch letztendlich die Welt auch verändern.“

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