Schon in den hochherrschaftlichen Parks vergangener Jahrhunderte war Wasser ein unverzichtbarer Bestandteil der Gartengestaltung. Romantische Wasserläufe, bombastische Springbrunnen und großflächige Schwanenweiher brachten Leben in die statischen Grünanlagen. Die Begeisterung ist bis heute geblieben und wird in unserer Zeit, da „Lustgärten“ nicht mehr nur höheren Kreisen vorbehalten sind, auch von privaten Gartenbesitzern geteilt. Heute verfügen wir noch über ein zusätzliches Gestaltungsmittel, das früheren Gartenarchitekten nicht zur Verfügung stand: elektrisches Licht. Und diese Kombination aus Wasser und Licht übt eine geradezu magische Faszination aus. Wer Licht geschickt zur Illumination von Teich und Pool einzusetzen weiß, kann damit geheimnisvolle Inszenierungen verwirklichen.

Illumination von Teich und Pool

Bei der Teich- und Poolbeleuchtung sind grundsätzlich zwei Beleuchtungsarten zu unterscheiden: Über- und Unterwasserbeleuchtung. Mit der Überwasserbeleuchtung lassen sich zauberhafte Reflexe auf der bewegten Wasseroberfläche eines Springbrunnens oder eines Wasserlaufes erzielen. Dann tanzt das Licht geradezu auf dem Wasser. Solche Effekte lassen sich am besten mit Strahlern erzielen, die rings um den Teich oder das Becken angeordnet sind. Gut geeignet sind aber auch Poller- und Mastleuchten mit gerichtetem Licht. Sehr reizvoll sind Schwimmleuchten, die wie von Geisterhand bewegt über das Wasser treiben. Die Unterwasserbeleuchtung setzt Teich und Pool besonders geheimnisvoll in Szene und strahlt märchenhaft atmosphärisch wie aus einer anderen Welt. Mit einer Uferbeleuchtung lässt sich die Bepflanzung im und am Wasser effektvoll in Szene setzen.

Auch Sicherheitsaspekte sind zu beachten

Neben dem ästhetisch-gestalterischen Aspekt hat die Teich- und Poolbeleuchtung so ganz nebenbei aber auch eine sicherheitsrelevante Funktion, da sie als Teil der Wegebeleuchtung das „Hindernis“ Wasser für Nachtschwärmer erkennbar macht. Zur Sicherheit gehört auch, dass nur explizit für die Beleuchtungszwecke ausgelegte und zugelassene Leuchten verwendet werden dürfen. Poller- und Mastleuchten, die rund ums Wasser eingesetzt werden, müssen auf jeden Fall die Anforderungen an Außenleuchten mit mechanischer und witterungsbedingter Beanspruchung gerecht werden. Das bedeutet mindestens Schutzart IP 44. Wenn die Leuchten jedoch direkt am Wasser stehen, sollten sie über die Schutzart IP 55 verfügen, was bedeutet, dass sie nicht nur vor Spritzwasser, sondern auch vor Strahlwasser geschützt sind.

Strahler, die zur Illumination der Uferbepflanzung in unmittelbarer Nähe des Wassers oder sogar im Teichrandbereich installiert werden, müssen wie Unterwasserleuchten der Schutzart IP 68 entsprechen und dürfen nur mit Schutzkleinspannung sowie vorgeschalteten Trafos bzw. Konvertern betrieben werden. Für die Stromzuführung sind Gummischlauchleitungen vorgeschrieben. Für die Unterwasserbeleuchtung im Swimmingpool gibt es spezielle Schwimmbadleuchten. Um Stürze in den Teich oder den Pool zu vermeiden, genügen Markierungsleuchten in Bodennähe oder in den Teich- bzw. Beckenrand eingelassene LEDs mit geringer Leuchtkraft (5-10 Lux).

Schreibe uns einen Kommentar:

Deine Email Adresse wird nicht veröffentlicht.