Das Fest Halloween hat seinen Ursprung in einem Brauch der Druiden in Irland. Hallow bedeutet heilig und am Vorabend von Hallowmas (Allerheiligen) am 1. November feierten die Druiden in Irland und anderen keltischen Gebieten ein großes fröhliches Fest mit großen Freudenfeuern und dankten damit dem Sonnengott für die gerade geernteten Gaben. Sie buken Kartoffelkuchen aus den frisch geernteten Kartoffeln und setzten aus Ähren zusammengebundene Strohpuppen auf die Holzstöße, die Tiergestalten oder Hexen nachempfunden waren.

Licht an Halloween soll böse Geister vertreiben

Die Druiden glaubten daran, dass der Herr des Todes (Saman) in dieser Nacht die bösen Seelen zu sich rief, die dazu verdammt seien, in Tiergestalt einherzugehen. In England glaubten die Menschen außerdem, dass in dieser Nacht Geister und Hexen, von der Macht des Bösen für diese einzige Nacht losgelöst, auf der Erde herumspuken würden. Die Menschen versammelten sich um die Feuerstellen, die die Geister abwehren sollten und erzählten sich Geistergeschichten. In Wales verkleideten sich früher die jungen Männer als alte Weiber oder als Mädchen und sammelten im Dorf milde Gaben ein. Auch heutzutage gehen die Kinder verkleidet von Haus zu Haus und sammeln Äpfel und andere Früchte und bereiten sich daraus ein schmackhaftes Mahl. In Irland gehören unter anderen die Gerichte Boxty bread (Kartoffelpuffer), Boxty pancakes (Kartoffelpfannkuchen, Colcannon (ein Weißkohlgericht) und Barm Bread (ein Hefebrot, das auch sonst in Irland gegessen wird – an Halloween wird aber eine Goldmünze mit eingebacken) zu den Halloween-Gerichten.

Halloween – vor allem in Nordamerika ein ganz besonderer Tag

In den USA wird Halloween ganz besonders ausgiebig gefeiert, vor allem von den Kindern, die maskiert von Haus zu Haus gehen und mit dem Spruch „Süßigkeiten oder Streich“ Geld und Süßigkeiten erbetteln. Außerdem werden Maskenwettbewerbe und Maskenparaden veranstaltet und Gespensterfeste gefeiert. Zudem sieht man überall beleuchtete Kürbisse, in die fantasievolle Fratzen geschnitzt sind. Dieser Brauch kommt ebenfalls aus Irland und geht auf die Sage von Jack O. zurück, einem irischen Hufschmied, der, als er noch lebte, den Teufel ausgetrickst hatte und dem deshalb nach seinem Tod der Zutritt zum Himmel, aber auch zur Hölle verwehrt wurde. Der Teufel gab ihm aber ein Stück glühender Kohle mit auf den Weg, die ihm den Weg leuchten sollte. Jack höhlte eine Rübe aus und stellte die Kohle hinein. Der Sage nach läuft Jack seither stets zwischen Himmel und Hölle her, ohne seine ewige Ruhe zu finden.

Der Kürbis wird zur Halloween-Leuchte

Durch die irischen Einwanderer gelangte der Brauch in die USA, die Amerikaner verwenden jedoch statt der Rüben Kürbisse und schnitzen zur Abwehr böser Geister Fratzen hinein. Mittlerweile werden aber aus Sicherheitsgründen häufig elektrische Leuchten verwendet, z. B. LED-Solarleuchten. Außerdem schmücken die Amerikaner ihr Haus und ihr Grundstück mit Lichterketten in Form von kleinen Kürbissen bzw. Gespenstern, um die bösen Geister abzuwehren. Seit den 1990er Jahren wird das Halloweenfest aber auch in Deutschland vermehrt gefeiert. Allerdings greift man dazu in manchen Gegenden, wie z. B. in der Burgenstadt Schlitz in Hessen zum Runkelrübenfest, auch wieder auf die herkömmliche Rübe zurück.

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