Pflanzenlicht_Blog

Damit die Photosynthese von Pflanzen ablaufen kann, benötigen Pflanzen Licht. Ohne Licht, das heißt ohne Photosynthese, kann die Pflanze nicht die erforderlichen Nährstoffe produzieren und verhungert. Gerade jetzt, in einer Zeit, in der wir uns auf die kühleren Jahreszeiten zubewegen und darüber nachgedacht wird, die Pflanzen aus dem Garten und in die eigenen vier Wände zu verrücken (wo die Pflanzen „überwintern“), scheint daher ein wenig Hintergrundwissen darüber, wie Pflanzen richtig beleuchtet werden, sinnvoll. Es ist dabei offensichtlich, dass Pflanzen unter dem Sonnenlicht am besten reifen – klar also, dass man durch das Sonnenlicht beziehungsweise dessen Eigenschaften lernen kann, welche Art von künstlicher Beleuchtung Pflanzen benötigen würden, um auf die gleiche gesunde Art zu gedeihen.

Die Zusammensetzung des Lichts

Für die Gesundheit von Pflanzen sind zwei Eigenschaften besonders entscheidend: die Lichtintensität und das Farbspektrum. Sonnenlicht – mit einer Lichtfarbe von ca. 5.000 – 10.000 Kelvin – besitzt ein Farbspektrum, welches sich aus einem roten, einem grünen und einem starken blauen Farbanteil zusammensetzt. Ein Vergleich aus der künstlichen Beleuchtung macht dies deutlich: Je höher eine Farbtemperatur ausfällt, desto bläulicher erscheint dabei das Licht. Das ist auch der Grund, warum vielen Menschen die Lichtfarbe „Tageslicht“ als „unangenehm kalt“, das heißt blau auffällt, obwohl die Lichtfarbe „Tageslicht“ in der Tat am ehesten dem echten Sonnenlicht entspricht. Pflanzen benötigen jedoch aus diesem Farbspektrum vor allem das rote und blaue Licht. Das grüne Licht wird reflektiert, weshalb Pflanzen bei Tag grün erscheinen.

Wie Pflanzen am besten wachsen

Pflanzen wachsen bei einem starken Rotanteil besonders stark. Das Problem: Dieses Wachstum ist zum Teil ungesund. Man spricht hier von „Vergeilung“, was bedeutet, dass die Pflanze unkontrolliert wächst und ihr eigenes Gewicht nicht mehr lange wird tragen können. Ganz kritisch sind daher Glühlampen: Diese besitzen einen hohen Rot- und Infrarotanteil durch die niedrige Farbtemperatur (ca. 2.700 Kelvin), was zu enormen Auswüchsen führen kann. Darüber hinaus müssten Glühlampen dicht an den Pflanzen angebracht werden – die hohe Wärmeentwicklung würde hier den Pflanzen zusätzlich schaden.

Die beste Wahl zur Beleuchtung von Pflanzen ist ein großer Blauanteil, denn dieser kommt dem echten Tageslicht am nächsten. Dabei ist jedoch darauf zu achten, dass blaues Licht die Pflanze zwar gesund leben lässt, dass für das richtige Wachstum aber dennoch ein gewisser Rotanteil erforderlich ist. Für die künstliche Beleuchtung bedeutet dies: Lampen mit einer Ähnlichkeit zum echten Tageslicht wirken besonders positiv auf die Pflanzen ein. Leuchtstofflampen in der Lichtfarbe „Tageslicht“ zum Beispiel besitzen eine dem Sonnenlicht ähnliche Lichtzusammensetzung. Auch Energiesparlampen besitzen eine geringe Wärmeentwicklung und verfügen bei der Lichtfarbe „Tageslicht“, also etwa 6.400 Kelvin, über ein dem Sonnenlicht ähnliches Farbspektrum.

Wie stark und wie lange beleuchten?

Zur Beleuchtungsstärke ist zu sagen, dass diese mindestens 700 Lux für ca. 9 Stunden am Tag betragen sollte. Das entspricht den Erfordernissen in der gemäßigten Zone und den dort anzusiedelnden Pflanzen. Es kann jedoch sein, dass bestimmte Pflanzen weit mehr Lichtstunden und Lux benötigen können. Das trifft zum Beispiel auf die subtropischen Pflanzen zu, welche 1.000 bis 2.500 Lux bei 12-15 Lichtstunden am Tag benötigen; die der tropischen Zone sogar 1.500 bis 5.000 Lux. Das gilt allerdings nur, um die Pflanzen gesund zu halten. Sollen dieselben Pflanzen blühen und wachsen, so sind 10.000 bis 20.000 Lux erforderlich. Im Grunde kann gesagt werden, dass hinsichtlich der Pflanzenbeleuchtung ein Zuviel an Licht unwahrscheinlicher ist als eine zu geringe Beleuchtung. Denn Pflanzen benötigen das Licht zum Leben, und nur so nebenbei: ein heller Sommertag kann 100.000 Lux mit sich bringen!

 

 

Schreibe uns einen Kommentar:

Deine Email Adresse wird nicht veröffentlicht.