Der Eingangsbereich eines jeden Gebäudes, ob das eigene Haus, das Bürogebäude oder der örtliche Supermarkt, ist die Visitenkarte des Hauses. Der erste Eindruck, den man beim Betreten des Gebäudes gewinnt, lässt sich später nur schwer revidieren, auch wenn der Rest des Hauses einen freundlicheren und angenehmeren Eindruck macht als der Eingangsbereich. Ein Hotel ist dabei keine Ausnahme, im Gegenteil: Der Gast soll sich in seinem Urlaub oder auf der Geschäftsreise wohl fühlen, und dieses Wohlgefühl sollte im besten Fall schon beim Betreten des Hotels beginnen. Zu dem Gesamteindruck, den man von einem Gebäude gewinnt, tragen sowohl Architektur, Möbel und Akustik als auch Licht bei. Die Beleuchtung eines Hoteleingangs und des Foyers sollte in jedem Fall einladend und harmonisch sein.


Der Eingangsbereich – vom Hellen ins Dunkle und umgekehrt

Direkt am Eingang des Hotels sollten Lichtplaner beachten, dass hier der plötzliche Übergang von außen nach innen bzw. von hell nach dunkel und umgekehrt stattfindet. Eine tageslichtabhängige Lichtregelung wäre hier optimal. Konkret bedeutet dies, dass der Eingangsbereich am Tag sehr hell beleuchtet sein sollte, am Abend und in der Nacht weniger hell. Einzelne Stufen oder Treppen benötigen eine gesonderte Beleuchtung. Orientierungs- oder Markierungsleuchten in den Stufen oder am Geländer leuchten dem Gast den richtigen Weg. Wichtig ist, dass man die einzelnen Stufen durch kurze, weiche Schatten voneinander unterscheiden kann.

Licht im Foyer – Aktiv- und Ruhezonen unterscheiden können

Generell sollte die Beleuchtung in einem Foyer, das aus unterschiedlichen Zonen – Rezeption, Ruhebereich und Übergang in die Gänge und Fahrstühle – besteht, so gewählt sein, dass man anhand des Lichts Aktiv- und Ruhezonen unterscheiden kann. Die Allgemeinbeleuchtung im Foyer muss aus sicherheitstechnischen Gründen mindestens 100 Lux betragen, damit man sich gut orientieren kann und nicht stolpert. Diese Beleuchtungsstärke ist gesetzlich vorgeschrieben und in der DIN EN 12464-1 (Eingangshallen, öffentliche Bereiche) festgehalten. Als Leuchten für die Allgemeinbeleuchtung bieten sich Deckeneinbau- oder Deckenanbauleuchten, sowie Downlights, Pendelleuchten oder Strahler an. Auf zu stark gerichtetes Licht sollte man jedoch besonders im Bereich der Rezeption wegen der ungünstigen Schattenbildung verzichten. Die Rezeption – die erste Anlaufstelle in jedem Hotel – ist ein Bereich des Foyers, der sich lichttechnisch für jeden hereinkommenden Gast deutlich abheben muss.

Befindet sich ein Wartebereich mit Sitzecken im Foyer des Hotels, so sollte dieser mit mindestens 300 Lux ausgeleuchtet werden, denn dort wird entsprechendes Licht zum Lesen benötigt. Hier leisten Tischleuchten und Stehleuchten oder auch Wandfluter gute Dienste. Diese sorgen nicht nur für wohlige Stimmung, sondern auch dafür, dass der Gast in ihrem Licht seine Zeitung lesen kann. Die Lichtfarbe Warmweiß und eine Farbwiedergabe von Ra >80 leisten auch einen Beitrag dazu, dass sich der Gast gut aufgehoben fühlt in der gemütlichen Leseecke. Die Beleuchtung eines Hotelfoyers sollte insgesamt eine ausgewogene Mischung aus direktem und indirektem Licht sein, so dass sie einerseits repräsentativ wirkt und andererseits dem Gast einen angenehmen Aufenthalt bereitet, an den er sich gerne erinnert und der ihn zum Wiederkommen animiert.

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