Licht an im Büro: Tipps für motiviertere Mitarbeiter

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Es ist eine Kette unliebsamer Ereignisse: ermüdende Augen, Konzentrationsmangel und dadurch Demotivation und Ineffizienz am Arbeitsplatz – und dabei sind noch so viele wichtige Aufgaben zu bewältigen! Wäre es nicht großartig, könnte man auf eine extrem einfache Weise die Wurzel dieser Probleme beheben?! Sie können vielleicht aus einem Mitarbeiter keinen anderen Menschen machen, aber Sie können ihn mit ein wenig mehr Komfort und entlasteten Augen kräftig motivieren. Und alles, was Sie dazu benötigen, ist das richtige Licht am Arbeitsplatz.

Licht_am_Arbeitsplatz_002Über 20 Millionen Menschen haben ihren Arbeitsplatz an einem Bildschirm im Büro. Sie betreuen Kunden in digitalen Karteien, programmieren oder entwerfen redaktionelle Inhalte und Grafiken. Neben der Bildschirmarbeit kommt die Arbeit mit materiellen Dokumenten wie Rechnungen, Briefen oder Architekturplänen hinzu. Bei all diesen Sehaufgaben werden die Augen über einen langen Zeitraum und oftmals monoton beansprucht. Einen ganzen Tag auf einen Bildschirm zu schauen, kann die Augen stark ermüden. Dies kann schnell zu dauerhaften Schäden führen, wenn die Augen zusätzlich durch eine unsachgemäße Bürobeleuchtung belastet werden. Dies hat längst Normierungen der Lichtplanung am Arbeitsplatz bewirkt – das richtige Licht ist heute für Unternehmen verbindlich, maßgeblich durch die DIN EN 12464-1, „Beleuchtung von Arbeitsstätten“. Der Vorteil, wenn man durch lichtstarke Büroleuchten die Norm einhält: Motivierte Mitarbeiter, die auch nach vielen Stunden noch effizient arbeiten können.

Die Sehaufgaben bestimmen die Planung der Bürobeleuchtung

Licht_am_Arbeitsplatz_004Das erforderliche Licht im Büro ist eine Frage der Sehaufgaben. Ist Ihnen einmal aufgefallen, dass es im Wohnzimmer leichter fällt, die Bilder einer Illustrierten anzuschauen, als die kleinen und wenig vom Hintergrund abgehobenen Texte zu lesen? Es ist demnach das oberflächliche Betrachten von Bildern und das Studieren von kleinen Details zu unterscheiden. Im Büro sind die Beleuchtungsstärken ebenso wie Blendungs- und Reflexionsvermeidung, Schattenreduzierung und eine einheitliche Lichtqualität durch die DIN EN 12464-1 festgelegt. Um zu bestimmen, welche Büroleuchten erforderlich sind, um die notwendige Helligkeit zu erreichen, wird die Sehaufgabe „Technisches Zeichnen“ – demnach detailgenaue Arbeit – höher gewertet als das normale Tastaturschreiben am Bildschirm. Dagegen benötigt wiederum das Kopieren an einem Kopiergerät eine niedrigere Sehleistung und somit geringfügigere Beleuchtungsstärken. Bei jeder Bürobeleuchtung kommt es jedoch auch auf die Vermeidung von Blendungen an. Man unterscheidet zwischen der direkten Blendung durch direkt einsehbare helle Leuchtmittel und indirekter Blendung durch Reflexionserscheinungen auf spiegelnden Oberflächen. Bereits hochglänzendes Papier kann diese blendenden Reflexionen erzeugen, jedoch nur dann, wenn das Leuchtmittel das Papier direkt anstrahlt. Bei indirektem, „sanftem“ Licht tritt dieselbe Reflexion nicht auf. In gleichem Maße dürfen sich keine Architekturmerkmale in Monitoren widerspiegeln; bei der Schreibarbeit mit Dokumenten dürfen die Hände des Mitarbeiters darüber hinaus keine starken Schlagschatten erzeugen. Schließlich darf der Mitarbeiter nicht durch verschiedene Beleuchtungsstärken irritiert werden. Die Notwendigkeit der Integration des Tageslichts aus gesundheitlichen und psychischen Gründen regelt die ASR A3.4.

Leuchten verschiedener Kategorien für die Büroräume

Licht_am_Arbeitsplatz_001Eine ausgewogene Bürobeleuchtung besteht aus zwei Arten von Licht: der Allgemeinbeleuchtung und der Platzbeleuchtung. Erstere dient der Schaffung von Grundhelligkeit im Raum, zum Beispiel zur unfallfreien Orientierung oder auch zur Anfertigung von Kopien und Scans. Letztere dagegen dient der Bewältigung individueller Sehaufgaben des individuellen Mitarbeiters, zum Beispiel bei der erwähnten Arbeit mit Architekturplänen. Für beide Lichtarten gibt es im Büro insgesamt sowie am Arbeitsplatz des Mitarbeiters mehrere Lösungen durch verschiedene Leuchten. Wie Beleuchtungsstärke, Gleichmäßigkeit, Blendung und Verzögerung konfiguriert zu sein haben, definieren die DIN EN 1838 sowie die DIN EN 13032-3:

  • Für die Allgemeinbeleuchtung: Großflächige Deckeneinbauleuchten oder Deckenanbauleuchten mit Diffusor oder Raster zur Vermeidung von Blendwirkungen.
  • Für die Platzbeleuchtung: Büro-Stehlampen in Großraumbüros, so dass mehrere Arbeitsplätze mit einem zusätzlichen Licht ausgestattet werden, und Schreibtischlampen für den einzelnen Arbeitsplatz oder das Einzelbüro, so dass kritische Sehaufgaben individuell bewältigt werden können.
  • Für die Platzbeleuchtung in Konferenzräumen und repräsentativen Einzelbüros: Pendelleuchten, welche, ähnlich wie im heimischen Esszimmer, Schreibtische oder Konferenztische in den Fokus rücken und optimale Lichtverhältnisse unterstützen.
  • Für die Sicherheit der Mitarbeiter: Gemäß der Arbeitsstättenregel ASR A2.3 müssen Firmengebäude mit einer ausreichenden Sicherheitsbeleuchtung ausgestattet sein. Notleuchten ermöglichen hier die Orientierung innerhalb der Räumlichkeiten bei Brandausbruch oder anderen Gefahrenquellen.

 

Hier richten Sie Ihr komfortables Home Office oder Ihr Büro mit bester Lichtqualität ein!

 

2 Responses

  1. Karin Legewie

    Ein falsches Licht am Arbeitsplatz führt zu Ermüdungserscheinungen.
    brennenden Augen und Unkonzentration.

    Antworten
    • antje.leimert

      Hallo Karin, das hast du perfekt zusammengefasst, daher sollten Unternehmen, die Bürokräfte einstellen, immer auf die richtige Beleuchtung für diese Mitarbeiter (und auch andere) achten. Denn ohne Ermüdungserscheinungen, schmerzende Augen und Konzentrationsmangel arbeitet man einfach effizienter – und angenehmer 🙂 !

      Antworten

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