Licht ist nicht nur die Lebensgrundlage für uns Menschen, sondern steuert auch die lebensnotwendigen Prozesse bei Tieren und Pflanzen. Deshalb ist bei der Aquarien- und Terrarienhaltung von Fischen, Reptilien und anderen Lebewesen die Ausstattung mit guter Beleuchtung entscheidend für das Wohlbefinden und Überleben der darin gehaltenen Tiere und Pflanzen. Auch wenn künstliches Licht nie ganz die Bedingungen imitieren kann, die im natürlichen Lebensraum dieser Tiere vorherrschen, so kann man mit der richtigen Ausstattung jedoch versuchen, diesem Zustand sehr nahe zu kommen.

Photosynthese und Tag-Nacht-Rhythmus

In einem Aquarium erfüllen Lampen gleich zwei Funktionen: Einerseits simulieren sie einen Tag-Nacht-Rhythmus für die Tiere, andererseits sind sie der Motor der Photosynthese, die die Pflanzen betreiben, um wiederum Sauerstoff für die Fische zu produzieren. Ein wichtiger Kreislauf, der von der Wahl der richtigen Beleuchtung abhängt. Das Ziel ist es, eine Lampe zu verwenden, die dem Spektrum des Sonnenlichts am nächsten kommt. Häufig kommen in Aquarien Vollspektrumlampen (Leuchtstoffröhren) zum Einsatz, gelegentlich auch Halogenmetalldampflampen (HQI-Brenner), die sich für größere bzw. höhere Becken besser eignen. Da die Lampen mit ihren Spektralfarben das Wachstum der Pflanzen und auch der ungeliebten Algen beeinflussen, muss immer auf die richtige Lichtmenge, -intensität und -art geachtet werden. Schon ein harmlos erscheinender Austausch der Lampen kann zu einem veränderten Wachstum führen und das ökologische Gleichgewicht im Aquarium empfindlich stören. Als stromsparende Alternative (30 Prozent gegenüber den Leuchtstoffröhren) können heutzutage auch LEDs als Aquarienbeleuchtung eingesetzt werden.

Terrarien brauchen viel Licht und Wärme

Auch in Terrarien spielt die Beleuchtung eine zentrale Rolle. Viele der Tiere, die in Terrarien gehalten werden, sind aufgrund ihrer Herkunft ein warmes, trockenes Klima mit hoher Sonneneinstrahlung gewöhnt. So bringt Lichteinstrahlung z. B. eine Schildkröte erst auf die nötige Körpertemperatur, die ihren Stoffwechsel möglich macht. Auch für den Tag-Nacht-Rhythmus, die allgemeine Hormonproduktion und z. B. die Vorbereitung auf die Winterstarre ist die artgerechte Beleuchtung in Terrarien wichtig. Eine Grundbeleuchtung können Halogenmetalldampflampen (HQI) leisten, manchmal ist jedoch eine zusätzliche UV-B-Quelle angebracht. Schildkröten beispielsweise benötigen UV-B-Strahlen zur Bildung von Vitamin D3, was wichtig ist für ihr Knochen- und Panzergewebe. Für Terrarien völlig ungeeignet sind Leuchtstoffröhren und Energiesparlampen (kaum UV-B-Strahlen) oder normale Glühlampen (zu dunkel).

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