Eine minimalistische Einrichtung zeichnet sich durch vieles aus: Klarheit, Ordnung sowie Entspannung für Leib und Seele. Was dafür weichen muss: Unnötiges und Überfluss – Dinge, die in diesem modernen Wohntrend für echtes Wohlfühlen gar nicht zwingend erforderlich sind.

Schlichte, oftmals kubisch gestaltete Möbel – ohne Schnörkel oder detailreiche Gravuren – formen ein klares Raumbild. Helle Farben wie Weiß oder ein mildes Grau lenken das Auge nicht ab, sondern lassen das Auge „ausruhen“. Einige grüne Pflanzen sorgen für Lebhaftigkeit. Und in kleinem Maß finden sich hochwertige Kunstdrucke – oder auch das eine oder andere Urlaubsbild an der Wand, vielleicht beleuchtet von einem unauffälligen Einbauspot an der Zimmerdecke. So gestaltet sich der minimalistische Einrichtungsstil.

Und dieser Stil wirkt! Denn statt von einem Überfluss an Dingen „erdrückt“ zu werden, kann man sich in seinen aufgeräumten vier Wänden zurücklehnen und genießen. Denn wie oft finden sich in unseren vier Wänden Dinge, die man, wenn man ehrlich ist, eigentlich gar nicht braucht?! Der minimalistische Wohnstil räumt mit diesen Dingen auf – und schafft so großzügig Raum für das, was wirklich zählt. Und das ist in den eigenen vier Wänden viel Raum zum Leben – und manchmal auch zum Arbeiten.

Stehleuchte im minimalistischen Einrichtungsstil | Lampenwelt.de

Minimalistische Kommodenbeleuctung stilvoll und modern | Lampenwelt.de

Warum Minimalismus? Darum ist der minimalistische Einrichtungsstil so beliebt!

Ein minimalistischer Einrichtungsstil begeistert nicht nur durch die klare, „entschlackte“ Optik, die das Wohnen und die Funktion in den Vordergrund stellt. Außerdem steht der Minimalismus nämlich für:

  • leichte Reinigung des Interieurs – man begegnet schlicht keinen verwinkelten Ecken mehr, in denen man immerzu vergisst, den Staub zu wischen,
  • psychische Entspannung – überfüllte Regale und Unordnung sorgen nie wieder dafür, dass wir uns auch innerlich unruhig und unaufgeräumt fühlen,
  • physische Entlastung – denn die Augen können sich entspannen, eilen nicht hin und her und so fällt es leicht, sich einfach mal in den Sessel fallenzulassen,
  • ein Willkommensgefühl durch und durch – der minimalistische Wohnstil ist offen, bietet viel Raum und wirkt dadurch ungemein einladend,
  • Individualität – denn obwohl weniger Dekoration vorhanden ist, ist das, womit gestaltet wird, umso mehr im Fokus und dadurch auch viel persönlicher.

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Haengeleuchte im minimalistischen Einrichtungsstil | Lampenwelt.de

Tischleuchte im minimalistischen Stil | Lampenwelt.de

Ein Rundumblick in einem minimalistischen Zimmer

In einem minimalistisch eingerichteten Zimmer ist jedes einzelne Teil sorgfältig ausgewählt. „Mal eben gekauft“, womöglich aus einem spontanen Impuls heraus, gibt es beim minimalistischen Einrichtungsstil und dem, der ihn lebt, in der Regel nicht. Denn allzu leicht kauft man auch „zu viel“. Dann ist der sorgsam aufgeräumte Raum rasch wieder vollgestellt – mit Dingen, die man, wenn man ehrlich ist, eigentlich gar nicht braucht.

Die Möbel

Bei den Einrichtungsobjekten steht stets die Funktion im Vordergrund. Jedes Objekt, ob Tisch oder Leuchte, folgt der Gestaltungsweise des gesamten Einrichtungsstils. Das bedeutet: Entsprechende Möbel sind schlicht, von dezenter Form und Farbe sowie maximalem Nutzen. Eine einfache weiße Schreibtischlampe mit Dimmerfunktion und optimaler Lichtleistung bei wenig Stromverbrauch ist ein Beispiel für ein minimalistisches Einrichtungsobjekt. Im Minimalismus gibt es keinerlei überflüssige Dinge – alles hat seinen Platz und seinen Sinn. Das gilt ganz nebenbei auch für die Garderobe, in der wenige hochwertige, aber auf keinen Fall viel Stangenware vorhanden ist.

Die Farben und Oberflächen

Wenngleich Farben natürlich nicht gänzlich aus dem minimalistischen Einrichtungsstil verbannt sind, so treten sie doch zumindest wesentlich dezenter auf. Orangefarbene Wände wie im mediterranen Einrichtungsstil oder dunkle Holzwände wie im Landhausstil findet man im Minimalismus nicht. Hier regieren Weiß, Grau und auch einmal Beige sowie helles Holz, gelegentlich Chrom und gern auch Glas, zum Beispiel für Tischplatten.

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Das Ziel dieser Farbgestaltung ist die hohe Reflexionsfähigkeit: Licht wird von hellen, idealerweise weißen Oberflächen deutlich besser reflektiert als von farbigen oder gar dunklen Oberflächen. Sowohl das Tageslicht als auch das unerlässliche künstliche Licht wird somit besser im Raum genutzt und macht es im Raum wesentlich heller.

Zu beachten ist auch die Gestaltungsweise von Oberflächen. Dekorierte Fliesen zum Beispiel lenken nicht nur das Auge mehr ab, sondern mindern auch das Reflexionsvermögen. Und sollte man im Badezimmer nicht um Fliesen umherkommen, so sollten auch hier große Fliesen gewählt werden. Denn wählt man gar zu kleine, sorgt man für viele Zwichenräume, in denen sich Staub und Schmutz sammeln kann. Im Minimalismus kann man dies spielend leicht vermeiden.

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Die Dekoration

Abgelenkt wird das Auge in einem minimalistisch eingerichteten Zimmer durch ein Übermaß an Dekoration niemals. Minimalistisch einrichten bedeutet im Kern, auf übermäßige Dekoration zu verzichten – denn insbesondere die kleinen Dinge sind schnell einmal hinzugestellt und „überfüllen“ den Raum. Zugegeben: Das macht die Auswahl der Dekoobjekte manchmal schon ganz schön schwierig, denn wie oft denken wir einfach auch einmal: „Das ist ja schön, niedlich, witzig oder einfach nur zauberhaft – das stelle ich mir daheim hin!“ Überwindet man dies jedoch, so sorgt man dafür, dass wirklich nur das an den Wänden hängt und auf den Kommoden steht, was einem selbst wirklich wichtig ist. Grundsätzlich gilt: 20 % der Wände werden frei dekoriert, der Rest bleibt schlicht und hell. So sicherst du dir ein aufgeräumtes und ruhiges Raumbild, in dem du dich wohlfühlst.

Die verschiedenen Räume im minimalistischen Wohnstil

Minimalistisch eingerichtete Räume besitzen nur wenig Mobiliar – doch dieses ist genau ausgewählt und wird gezielt eingesetzt.

Ins Wohnzimmer gehören Sofa, Sessel, Beistelltisch und eine schlichte Wanduhr. Und ein Fernsehtisch oder auch ein ganzes Fernsehregal in Heimkinoformat? Nun, im minimalistischen Einrichtungsstil bietet sich folgende Lösung an: Der Fernseher wird an der Wand befestigt – und so entsteht noch mehr Platz und Freiraum. Und ja: Durch diese minimalistische Einrichtung wirken selbst kleinste Wohnzimmer gleich viel größer.

 

Ins Esszimmer gehört ein schlichter Esstisch und vier bis sechs Stühle. Und damit im schlichten Raum der Essbereich im Fokus steht, welcher auch leicht für das Lesen der Zeitung, das Spielen von Brettspielen oder das Unterhalten mit Freunden genutzt werden kann, wird eine Hängeleuchte eingesetzt. Wie das geht, und wie es so ganz leicht fällt, von allem anderen abzuschalten, verrät unser Ratgeber.

 

In der Küche gilt es stets, Ordnung zu halten – und sich nicht über starke Schattenbildung unterhalb der Küchenschränke zu ärgern. Schlichte Unterschrankleuchten sorgen für Licht unter den Küchenschränken und für eine hell ausgeleuchtete Kochplatte. Die Beleuchtung im Raum erreicht man durch weiße Hängeleuchten. Achtung: Gerade in diesem Raum kann sich eine weißere, universalweiße und somit „nüchternere“ Beleuchtung lohnen.

 

Im Schlafzimmer gestaltet sich ein Kleiderschrank mit Glastür besonders minimalistisch. Der Grund: Ein derart einzusehender Schrank wirkt weniger massig und beengt das Raumbild deutlich weniger. Hinzu kommt ein schlichtes Bett und eine Ambientebeleuchtung, die Stimmung schafft, zum Beispiel durch kleine, dekorative Lichter oder das bekannte Lichtsystem Philips Hue!

 

Im Arbeitszimmer gilt es, sich vollkommen auf die Arbeit zu konzentrieren. Universalweiße Beleuchtung schafft hier ein nüchternes, sachliches Ambiente, ein wenig entfernt von der entspannenden Atmosphäre in den übrigen Wohnräumen. Minimalistisch eingerichtet wird mit einem schlichten Tisch, einer minimalistischen, funktionalen Schreibtischlampe, einem ergonomischen Stuhl und einem Bücherregal mit der Arbeitsliteratur. Klar, dass auch eine Zimmerpflanze für Leben sorgen darf!

 

Im Badezimmer gilt: Auch in diesem Entspannungsort gilt es, Raum zu schaffen. Ein Schrank findet unter dem Waschbecken Platz und neutrale Farben sorgen für ein schlichtes, sauber und aufgeräumt wirkendes Bad.

 

Kleiner Tipp: Diese Infografik zum Thema Raumbeleuchtung zeigt dir, wie du unterschiedliche Teile deines Raumes optimal beleuchten kannst und welche Leuchtenarten dir dafür zur Verfügung stehen. Schau rein!

 

Haengeleuchte im minimalistischen Einrichtungsstil | Lampenwelt.de

Haengeleuchte im minimalistischen Einrichtungsstil | Lampenwelt.de

Natürliches und künstliches Licht

Dass natürliches Tageslicht maximal ausgenutzt wird, hat der minimalistische Wohnstil mit dem skandinavischen Stil gemein. Erreicht wird die maximale Ausnutzung des Tageslichts durch große Fenster und – wie bereits erwähnt – viele helle Oberflächen, die das Licht maximal reflektieren. Doch nicht nur im skandinavischen Raum (wenngleich dort ganz besonders), sondern auch bei uns gilt: Irgendwann geht die Sonne unter – und dann kommt die künstliche Beleuchtung ins Spiel.

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Auch künstliches Licht wird maximal ausgenutzt, wenn die Oberflächen eines Raumes hell sind und das Licht damit reflektieren. Davon abgesehen, sind natürlich auch die im minimalistischen Einrichtungsstil verwendeten Leuchten maximal minimalistisch. Das heißt: Sie haben ein enorm reduziertes Design und eine maximale Lichtwirkung.

 

Ein minimalistischer Zusatztipp: Stromrechnung minimieren und Umwelt schonen

Im minimalistischen Einrichtungsstil (wie im modernen Wohnen allgemein) spart man in Sachen Strom nicht, indem man zum Beispiel auf ein helles künstliches Licht verzichtet. Man spart, indem man auf moderne Lichttechnologie setzt: auf hochwertige LED-Lampen und -Leuchten. Wer glaubt, dass LEDs nur kaltes oder steriles Licht abgeben, der darf diese Vorurteile bei unserem Video endgültig ablegen.

 

Titelbild „White living room idea“ © fotolia.com / Photographee.eu

 

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