Nachtlicht260260(Ausgangsbildmaterial Hintergrund: © Kagenmi – Fotolia.com)

Das Sehen ist eine essentielle Fähigkeit des Menschen. In der Nacht dagegen ist dieser Sinn drastisch reduziert oder gar vollständig ausgeschaltet, weshalb im Innenraum Nachtlichter zum Einsatz kommen. Denn wer beispielsweise schon einmal das kleine rote Standby-Lichtchen eines Elektrogerätes in ansonsten völliger Dunkelheit gesehen hat, der hat beim ersten Mal bestimmt nicht schlecht gestaunt: Das minimale Licht vermag es doch tatsächlich, dass wir den unmittelbaren Bereich darum erkennen können. Dabei ist das doch bei Weitem kein Vergleich zu dem hellen Licht irgendeiner Lampe anderer Art?!

Unsere Augen – ein biologisch durchdachtes Konstrukt

Wir verdanken die Fähigkeit, im Dunkeln bei minimalem Licht zu sehen, den besonderen Fähigkeiten unserer Augen. In der Nacht sind nämlich die Pupillen stark geweitet und somit auch sehr empfindlich. So kann minimales Licht, welches am Tage kaum würde wahrgenommen werden, heller erscheinen. Dazu dient auch das Protein Rhodopsin, welches sich bei Dunkelheit innerhalb von ca. 15 Minuten aufbaut und dafür sorgt, dass wir bei Nacht besser sehen können.

Nachtlichter nutzen die Fähigkeiten unserer Augen

Diese natürliche Funktionsweise nutzen die sogenannten Nachtlichter. Dabei handelt es sich um Produkte, die zur Orientierung in der Dunkelheit dienen – mit einem Licht, welches so minimal wie möglich ist, um nicht zu stören. Ihre Funktion ist es auch nicht, den Raum hell zu erleuchten. Dagegen sollen sie eine einfache Orientierungshilfe zu bieten, beispielsweise um den Toilettengang ohne die Zuschaltung einer Allgemeinbeleuchtung zu ermöglichen. Daher werden Nachtlichter auch im Schlafzimmer eingesetzt: Andere Personen werden durch das minimale Licht selten gestört. Bei einer kräftigeren Beleuchtung wäre dies nicht der Fall. Auch nützen Nachtlichter dahingehend, dass sie eine Unfallgefahr reduzieren, beispielsweise durch die Anbringung in Treppenbereichen.

Zu beachten ist, dass rotes Licht bei Nachtlichtern effizienter ist. Weißes Licht nämlich baut rasend schnell Rhodopsin ab. Rotes Licht tut dies viel langsamer, weshalb die Sehempfindlichkeit erhalten und die beleuchtende Wirkung des Nachtlichts erhalten bleibt. Freilich kommt diese rote Beleuchtung auch in anderen Bereichen zum Einsatz. Man denke beispielsweise nur an die interne Fahrzeugbeleuchtung oder viele Straßenlaternen mit orangem oder rötlichem Licht.

Nachtlichter und die Installation im Kinderzimmer

Eine zweite Funktionsweise der Nachtlichter ist die Hemmung von Kindesängsten, die sich fürchten, im Dunkeln zu schlafen. Diese Reaktion ist für ein 4 Jahre altes Kind völlig normal und basiert auf der Fantasie des Kindes, welche zum Beispiel Monster unter dem Bett annimmt. Dabei handelt es sich um Ängste, die auf Urzeiten zurückgehen, in denen der Mensch sich gegen Raubtiere, welche im Dunkeln lauerten, bewähren musste. Nur wenn die Angst über das 6. Lebensjahr hinausreicht und Menschen geradezu lähmt, kann es sein, dass eine Achluophobie vorliegt – die Angst vor der Dunkelheit. Diese kann therapeutisch behandelt werden.

Die normalen Ängste der Kinder können jedoch durch das konstante, aber dennoch nicht störende Licht der Nachtlichter gemildert werden. Dazu dienen auch amüsante Tiermotive, in denen Nachtlichter gestaltet sein können.

Nachtlichter – energiesparend gegenüber anderen Lichtlösungen

Ein weiterer Vorteil der Nachtlichter ganz praktischer Art ist der niedrige Energieverbrauch (vor allem bei LED-Produkten) im Vergleich beispielsweise zu einer die Nacht über brennenden Tischleuchte.

 

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