Der Tag beginnt – und er endet auch dort. Im Laufe des Tages hält man sich noch einige weitere Male in diesem Raum auf. Welcher Raum könnte gemeint sein? Richtig, die Rede ist vom Badezimmer. Versehen mit Badewanne inklusive Whirlpool-Funktion, Regen- oder Massagedusche und professioneller Musikbeschallung für entspannende Stunden, hat sich das Bad die heutigen wohlklingenden Bezeichnungen wie „Wellness-Oase“ oder „Private Spa“ durchaus verdient. Doch unabhängig von der Größe und der Ausstattung, wird der Komfort eines Badezimmers ganz entscheidend durch die Lichtverhältnisse, die dort herrschen, mitbestimmt. Wichtig ist u.a. genügend Licht am Spiegel, etwa durch eine Spiegelleuchte oder zwei links und rechts des Spiegels platzierte Wandleuchten. In der Decke eingelassene Halogenleuchten können für die nötige Allgemeinbeleuchtung sorgen.

Jedoch muss man gewisse Vorschriften bei der Lichtplanung seines Badezimmers berücksichtigen. Man muss bedenken, dass Wasser und Strom eine gefährliche Kombination bilden. Durch den Einsatz von ungeeigneten Leuchten in der Nähe der Badewanne, des Whirlpools oder der Dusche kann es zu Unfällen mit schwerwiegenden Folgen kommen. Leuchten, die in Feuchträumen installiert werden, müssen daher bestimmten Vorschriften genügen – genauer gesagt müssen die Leuchten in ihrer Schutzart der Norm DIN VDE 0100 Teil 701 für Räume mit Badewanne oder Dusche genügen. Gültigkeit besitzt diese seit Februar 2002.

Schutzbereiche null, eins und zwei

Diese Norm (DIN VDE 0100 Teil 701) gliedert sich in verschiedene Schutzbereiche: Bereich null, eins und zwei. Bereich null umfasst den Innenraum der Bade- und Duschwanne. Hier darf man nur Leuchten mit Schutzkleinspannung bis zwölf Volt verwenden. Bereich eins begrenzt die senkrechten Flächen um Bade- und Duschwanne im Abstand von 120 cm um den Kopf der Duschbrause. Auch hier sind nur Leuchten mit Schutzkleinspannung bis zwölf Volt erlaubt, die mindestens der Schutzart IP X7 genügen – geschützt vor eindringendem Wasser beim Eintauchen. An den Bereich eins schließt sich der Bereich zwei mit einer Tiefe von 60 cm an. Im Trend liegen immer mehr die ebenerdigen Duschen ohne Barrieren, also ohne Duschwanne. Bei ihnen entfallen die Schutzbereiche null und zwei.

Die Unterteilung in Schutzbereiche bedeutet, dass für diese Bereiche nur bestimmte Leuchten in Frage kommen. In den Bereichen eins und zwei müssen Leuchten mindestens der Schutzart IP X4 – geschützt gegen Spritzwasser – entsprechen. Oftmals sind Dusch- oder Badewannen mit Raffinessen wie Massagedüsen ausgestattet. Da es so zu stärkerem Wasserkontakt kommen kann, ist für Leuchten hier mindestens die Schutzart IP X5 – geschützt gegen Strahlwasser – erforderlich. Im übrigen Raum des Badzimmers –Bereich drei – ist für Leuchten keine höhere Schutzart notwendig (IP X0).

Orientierung für Verbraucher bieten Sicherheitsprüfzeichen wie VDE, GS oder ENEC. Sie weisen auf die Betriebssicherheit der Leuchten – bezüglich elektrischer und sonstiger Gefahren – hin. Das VDE-Zeichen stammt vom Prüf- und Zertifizierungsinstitut des VDE Technisch Wissenschaftlichen Verbandes der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e.V. – ursprünglich Verband Deutscher Elektrotechniker (VDE). Die Installation von Leuchten in direkter Nähe von Dusche oder Badewanne sollte man aber Fachleuten überlassen.

Ein Kommentar

  1. Sat Anlage

    coole sache, diese seite werde ich wohl ofters mal besuchen… soeben auf die favoriten hinzugefuegt…
    mal schauen ob sich diese seite lang gut haelt danke an den autor an dieser stelle, der sich die muehe dazu gemacht hat…

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