Die erste ihrer Art: Bogenleuchte Arco von FLOS

Die Arco beleuchtet moderne Wohnlandschaften. | Lampenwelt.de

Sie stammt aus dem Jahr 1962 – und wirkt an modernen Wohnlandschaften so ungeheuer stilvoll wie nie zuvor! |
© Courtesy Molteni

 

DATEN

Hersteller: FLOS | Designer: Achille & Pier Giacomo Castiglioni | Entstehungsjahr: 1962 | » Im Shop entdecken

 

Achille und Pier Giacomo Castiglioni entwerfen 1962 die Arco. | Lampenwelt.de

© Luciano Ferri

Eine Leuchte, die das Licht auf den Tisch projiziert und genügend Platz lässt, sodass man um den Tisch herumgehen kann“, fasst Achille Castiglioni die Idee zusammen, die er gemeinsam mit seinem Bruder Pier Giacomo zum Leben erweckt hat. Inspiriert dazu hat die beiden vor allem auch die Beobachtung der Straßenbeleuchtung. Ganz gemäß des Mottos „Design demands observation“ entstand schließlich nicht weniger als eine ganz neue Leuchtenart!

Die Leuchte sollte einen Bedarf decken: Tische sollten von oben beleuchtet werden können, ohne, dass man den Raum durch einen Stromanschluss an der Decke „beschädigt“. Der Name der Leuchte: Arco. Italienisch für „Bogen“. Und wenn eine Leuchte den Namen seiner Form trägt, weiß man, dass es sich um ein echtes Original handelt. Etwas nie zuvor Dagewesenes. 1962 stand der Entwurf. Durch die Arco wurde dann spätestens in den 70er-Jahren eine ganz neue Leuchtenart prominent: die Bogenleuchte.

 

Wie eine Stehleuchte die Aufgabe einer Hängeleuchte übernahm

Die Bogenleuchte strahlt Licht direkt nach unten. Damit ist das Licht gerichtet und strahlt nicht, wie es z. B. bei einem Deckenfluter der Fall ist, indirekt in den Raum. So erfüllt die Bogenleuchte die Aufgabe einer Hängeleuchte.

1962 zeigten die Erfinder Achille und Pier Giacomo Castiglioni die Anwendung an großen Tischen, darunter Esstischen. Heute werden Bogenleuchten vielfach eher zur Beleuchtung von Wohnlandschaften oder – noch kleiner – Lesesesseln genutzt. Was unterscheidet diese neuen Bogenleuchten von der Arco?

Die Antwort: die Abmessungen.

 

Wie monumental die Arco wirklich war und ist

Die Arco besitzt einen gebogenen, satinierten und rostfreien Stahlschaft. Dieser ist teleskopartig ausziehbar und zusammenschiebbar. Maximal erreicht die Arco eine Höhe von über 2,30 m und eine Tiefe von 2,20 m!

Diese beachtlichen Dimensionen sorgen für einen interessanten (und nützlichen) „Torbogen“-Effekt. Genau diesen hatten die beiden Designer auch im Sinn. Wird also die Arco neben einem Tisch platziert, bleibt zwischen dem Leuchtenfuß und dem Lampenschirm genügend Platz, um hindurchzugehen. Und dank der Höhe des Gestells gehen auch größere Menschen entspannt hindurch.

Über dem Tisch „hängt“ der verstellbare, runde Leuchtenkopf aus poliertem Aluminiumguss. Er ist darüber hinaus zum Schutz gegen Oxidation zaponlackiert. Der Leuchtenkopf mit E27-Fassung (oder – neu! – mit fest verbauter LED-Technologie) bietet eine erstklassige Beleuchtung für den Tisch – im Hängeleuchtenstil.

Bei der Arco kann man um den Tisch herumlaufen, ohne, dass die Leuchte einem dabei im Wege stünde. | Lampenwelt.de

©  Studio Casali

 

Warum die Arco so felsenfest steht wie kaum eine andere Leuchte

Damit ihre ausladende, große Leuchte genügend Standfestigkeit besitzt, stellten die Brüder Castiglioni dem Lampenschirm und –gestell ein Ausgleichsgewicht entgegen: einen über 60 kg schweren Block aus weißem Carrara-Marmor.

Carrara-Marmor, berühmt geworden durch die Arbeiten des Bildhauers Michelangelo, sieht sehr edel aus. Außerdem hat es im Vergleich zu Beton bei kleineren Dimensionen mehr Gewicht. Trotzdem nahmen sich die Designer-Brüder des Blocks noch einmal an: Sie rundeten die Ecken ab. Denn an dem Marmorblock stoßen und sich verletzen, sollte niemand.

An was die beiden alles gedacht haben! Dazu zählt auch das Loch im Marmorblock, geeignet für Besenstiele und andere Stäbe, mit denen man die Leuchte bequemer schieben kann. Ebenso wie auch die durch den Schaft verlaufende Stromzuleitung. Optisch räumt dies noch einmal gehörig auf: Die Leuchte ist minimalistisch, elegant – und einfach zeitlos!

Die Arco beleuchtet auch moderne Essbereiche. | Lampenwelt.de

© Gionata Xerra

Die Arco ist heute eine Ikone des Industriedesigns. Damit sie das auch bleibt, bietet FLOS die Leuchte heute auch in einer Variante mit LED-Lichtquelle an. Das macht die Lichtquelle so zeitgemäß wie das gesamte Design, spart Energie und schont die Umwelt.

 


Über FLOS: Herausragende Designklassiker, die zeitlos, anmutig und funktional zugleich sind – dafür steht die Leuchtenmanufaktur FLOS. Gegründet wurde das italienische Unternehmen im Jahr 1962 von Dino Gavina und Cesare Cassina in Meran. Es dauerte nicht lange, bis die Gebrüder Achille und Pier Giacomo Castiglioni sowie auch Tobia Scarpa zum Kreis der FLOS-Designer hinzustießen. Seit den ersten Stunden der Firmengeschichte brachte FLOS wahre Designikonen hervor, die bis heute nichts an Faszination verloren haben. Allein die Brüder Castiglioni hinterließen uns zahlreiche Leuchtenklassiker, darunter z. B. auch die Tischleuchte Taccia. Design-Liebhabern sind die beiden Italiener ein bedeutungsschwerer Begriff. Mit dem Fokus auf neuester Technik, außergewöhnlichen Materialien und kreativer, künstlerische Inspiration hat FLOS bis heute zahlreiche Beleuchtungsideen entwickelt, die die Sprache des Lichts geradezu neu erfinden. » Zur Markenwelt von FLOS

Auf der light+building 2018 in Frankfurt am Main besuchte Lampenwelt.de den Messestand des italienischen Traditionsunternehmens.


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