Ergonomische Bürobeleuchtung

Für viele Berufstätige gehören Kopf- und Rückenschmerzen zu den häufigsten Erkrankungen. Dies ist nicht verwunderlich, denn Büroarbeit – etwa 20 Millionen deutsche Arbeitnehmer sitzen tagtäglich im Büro – geht häufig zulasten des Rückens und der Augen. Insbesondere dann, wenn die nötigen ergonomischen Voraussetzung, was die Büromöbel und die Beleuchtung betrifft, nicht gegeben sind. Normen für die Beleuchtung von Arbeitsstätten sind in der DIN 12464 festgelegt.

Neuerungen in der Beleuchtungsnorm

Die 2011 überarbeitete Verordnung zur Beleuchtung von Arbeitsstätten sieht vor allem eine bessere Ausleuchtung der Büros mit Tageslicht vor. Tageslicht wirkt sich im Gegensatz zu Kunstlicht erwiesenermaßen günstig auf die Gesundheit und das Wohlbefinden der Menschen aus und sollte deshalb in größtmöglichem Maße genutzt werden. In Büros ist dies durch große Fenster, Dachoberlichter oder lichtdurchlässige Bauteile zu bewerkstelligen. Die neuen Technischen Regeln für Arbeitsstätten sehen vor, dass der Tageslichtquotient in geschlossenen Räumen bei mehr als zwei Prozent liegt, bei Dachoberlichtern sogar über vier Prozent.

In der Verordnung werden außerdem Angaben zum Blendschutz, zur Wartung, Farbwiedergabe und zur künstlichen Beleuchtung von Arbeitsplätzen in geschlossenen Räumen und im Freien gemacht. Die künstliche Beleuchtung spielt bei der Mehrzahl der Arbeitsplätze eine große Rolle, da das Tageslicht – abhängig von Tageszeit und Ort – nicht ausreicht.

Gute Bürobeleuchtung

Die meisten Arbeitsplätze im Büro sind Bildschirmarbeitsplätze. Für diese speziellen Sehaufgaben sind Leuchten vorgeschrieben, die insgesamt eine Beleuchtungsstärke von mindestens 500 Lux erreichen, z. B. Deckenleuchten und Büro- bzw. Schreibtischleuchten. Ältere Arbeitnehmer benötigen grundsätzlich mehr Licht für dieselbe Sehleistung.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Vermeidung von Blendungen. Durch zu helle Lampen oder falsch platzierte Leuchten können Blendungen entstehen, z. B. auf der glatten Oberfläche des PC-Bildschirms. Diese Blendungen sind nicht nur unangenehm für das Auge, sondern führen auch zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen.

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