Licht statt Alarm!

Jeden Morgen dasselbe: Mit einem schrillen Alarmton wird man von seinem Wecker aus dem Schlaf gerissen. Wie in Trance greift man sich den ungeliebten Ruhestörer, bringt ihn zum Schweigen und schlummert noch ein wenig weiter – bis zum nächsten Alarm. Aber warum bereitet das Aufstehen am Morgen überhaupt Probleme? Mögliche Antworten lauten: wegen Schlafmangel durch zu spätes Zubettgehen, Stress oder chronische Leiden. Doch auch die biologische Konstitution, „Veranlagung“, spielt eine gewisse Rolle. Schlafforscher unterscheiden zwischen „Lerchen“ und „Eulen“, also ausgesprochenen Morgen- oder Nachtmenschen. Unser heutiger Lebensstil mit Schichtdienst und Jetlag nimmt darauf häufig jedoch wenig Rücksicht. Wenn die beiden Typen gegen ihre innere Uhr arbeiten, macht ihnen die biologische Leistungskurve ständig zu schaffen. Sie leiden unter Abgeschlagenheit, Konzentrations- und Schlafschwierigkeiten.


Munter in den Tag: Lichtwecker können helfen

„Jetzt aber wirklich raus aus den Federn!“ Diesen Satz haben „Eulen“ in ihrem Leben sicherlich schon hunderte Male gehört. Doch es gibt ein paar Tricks, die das Aufwachen erleichtern können. Eine Tasse Kaffee und etwas zu essen sind altbewährte Muntermacher. Sie sorgen dafür, dass Insulin ausgeschüttet wird, die Verdauungsorgane anfangen zu arbeiten und der Blutzuckerspiegel steigt. Ein weiteres Mittel ist die feucht-fröhliche Wasserdusche. Aber auch eine Lichtdusche hilft Langschläfern und Morgenmuffeln auf die Sprünge. Licht ist ein wichtiger Impulsgeber. Über die Rezeptoren, die reizaufnehmenden Zellen der Augen, wird dem Gehirn die Nachricht übermittelt, die innere Uhr von Nacht- auf Tagbetrieb zu stellen. So hat das Schlafhormon Melatonin keine Chance mehr. Im Halbdunkel vor sich hin zu dösen, erschwert den Aufwachprozess hingegen besonders.

Als Innovation, die Erleichterung verspricht, gilt der Tageslichtwecker. Zum Weckzeitpunkt simuliert er den Sonnenaufgang. Im Schlafzimmer wird es stufenweise heller, so dass man sanft geweckt wird. Da die Lichtempfindlichkeit von Mensch zu Mensch verschieden ist, lässt sich eine Lichtintensität von bis zu 300 Lux einstellen. Das verwendete Leuchtmittel – eine Halogenlampe – kann bei Bedarf eigenständig ausgetauscht werden. Tageslichtwecker gibt es in unterschiedlichen Designs und mit unterschiedlichen Features. Wer Bedenken hat, vom Licht allein nicht aufzuwachen, kann zusätzlich zwischen verschiedenen Wecktönen wählen: z.B. Wellenrauschen. Radio oder individuelle Musik – über USB auf den Tageslichtwecker übertragen – kann ebenfalls gehört werden. Wie beim Licht nimmt auch die Intensität der Klänge stufenweise zu.


Paradox: Ein Wecker als Einschlafhilfe?

Verkehrte Welt vermutet man bei den Modellen an Tageslichtweckern, die auch als Einschlafhilfe dienen können. Ein Wecker bei dem man einschläft? Das klingt vielleicht merkwürdig. Aber es gibt Tageslichtwecker, die nicht nur den Sonnenaufgang, sondern auch den Sonnenuntergang simulieren. Immer schwächer werdendes Licht bewirkt eine Art Meditation und befördert einen ganz allmählich ins Reich der Träume.

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