Eigentlich ist es zu dunkel zum Lesen. Die Nachttischlampe liefert zu wenig Helligkeit. Doch der Krimi ist einfach zu spannend, um ihn jetzt wieder wegzulegen. Allerdings hat wohl noch jeder die Ermahnungen der Eltern im Ohr, wenn man beim heimlichen Lesen mit der Taschenlampe unter der Bettdecke erwischt wurde: „Du verdirbst Dir nochmal die Augen!“ Aber schadet es wirklich der Sehkraft, wenn man bei unzureichendem Licht liest?

Negative Auswirkungen wissenschaftlich nicht erwiesen

Bei unzureichenden Lichtverhältnissen haben es die Augen schwerer scharf zu sehen. Sie ermüden leichter. Genauso schnell erholen sie sich aber auch wieder. Handfeste Beweise dafür, dass das Schmökern bei unzureichender Beleuchtung langfristige negative Auswirkungen für das menschliche Auge hat, gibt es aber bislang nicht. Etwas vorsichtiger muss man allerdings bei Kindern sein, denn ihre Augen befinden sich noch in der Entwicklung. Wird das kindliche Auge ständig überanstrengt, so kann dies womöglich eine Kurzsichtigkeit zur Folge haben. Doch es muss nicht gleich zur Kurzsichtigkeit kommen. Lesen bei mangelnder Beleuchtung kann zum Beispiel auch Kopfschmerzen oder gerötete Augen verursachen.

Warum sieht der Mensch nachts schlechter?

Bei Dunkelheit liegt das Sehvermögen des Menschen nur noch bei etwa 10 Prozent. Wir erkennen lediglich die Umrisse von Dingen und diese auch nur noch undeutlich und grau. Die Ursache für das schlechtere Sehen bei Dunkelheit ist, dass nachts nur eine Art der Sehzellen der Netzhaut aktiv sind: die sogenannten Stäbchen. Sie sind ausschlaggebend für das Hell-Dunkel-Sehen. Die Zapfen, die das Farbsehen ermöglichen, sind nur bei ausreichender Beleuchtungsstärke aktiv – bei Nacht demnach nicht.

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