Sehen bei Nacht und Dunkelheit – Blendungen, Unschärfe, Risiken und Unfallgefahren

Nachtfahrt(Foto: flickr/Chris Loxton, Creative Commons)

Die dunkle Jahreszeit, der Winter, ist die denkbar ungeeignetste Zeit, um weite Strecken zu fahren. Die Dämmerung setzt äußerst früh ein und es bleibt auch den Tag über häufig unangenehm trüb. Dennoch ist es gerade die Weihnachtszeit, in der die weitesten Strecken gefahren werden, meistens zu den Familien, die man am Heiligen Abend besuchen will. Gerade in dieser Zeit bemerken Autofahrer erst, wie viele Probleme sie eigentlich beim nächtlichen Fahren mit den schlechten Lichtverhältnissen haben; dass entgegenkommende Autos mit ihrem Licht blenden und die erkennbare Umgebung unscharf erscheint. Auch, wenn der Besuch bei der Familie geradezu Pflicht und ausgesprochen schön ist, so sollte man sich bewusst machen, dass die nächtliche Fahrt ein großes Unfallrisiko mit sich bringt – und man daher entsprechende Vorkehrungen trifft.

Das Auge bei Nacht und Dunkelheit

Das Fahren bei Dunkelheit bringt einige Tücken mit sich, die durch unsere Augen vorgegeben sind. Darunter fällt die erweiterte Pupille, wodurch mehr Licht ins Auge fallen kann. Das macht das Auge jedoch auch anfälliger für Blendungen durch Scheinwerfer, Schneereflexionen und andere Lichteinflüsse. Grundsätzlich sieht jeder Mensch bei Dunkelheit unschärfer, da bestimmte Stäbchen in der Netzhaut nicht mehr aktiviert werden können. Auch die Umstellung auf das Sehen bei Nacht dauert entsprechend lang: In der Regel dauert es eine Viertelstunde, bis sich das Auge auf die schlechten Lichtverhältnisse eingestellt hat. Kommt dann ein grelles Licht hinzu, beginnt der Prozess wieder von vorn.

Wenn das Sehen ausgesprochen schwer fällt

Neben diesen regulären Problemen jedes Menschen gibt es eine Anzahl von Faktoren, die das Sehen bei Dunkelheit ebenfalls weiter negativ beeinflussen können. Am seltensten ist dabei wider erwarten die Nachtblindheit, denn diese bedeutet in der Regel, bei Dunkelheit in der Tat „blind“ zu sein und die Umgebung grundsätzlich und umfassend nicht mehr sehen zu können. Dagegen ist es möglich, dass Brillenträger eine zu schwache Brille tragen und Nicht-Brillenträger vielleicht eine Brille benötigen würden, wenn eine zu starke Unschärfe im Blickfeld auftaucht. Man spricht hier von einer Nachtkurzsichtigkeit, die jedoch meist nur besagt, dass die allgemein vorhandene Kurzsichtigkeit bei Nacht mehr hervortritt, da die Sehleistung in der Nacht grundsätzlich schwächer ist und Fehlsichtigkeit leichter bemerkt werden kann. Wiederum möglich ist eine erhöhte Licht- bzw. Blendungsempfindlichkeit. Diese tritt auch auf, wenn man unter trockenen Augen oder einer Entzündung an den Augen leidet. Schlussendlich ist auch das Alter ein ganz entscheidender Faktor für das Funktionieren des Sehens bei Nacht. Stets ist bei merklicher Schwächung der Sehkraft bei Nacht, die sogar ein Fahren gänzlich zu verhindern droht, der Augenarzt aufzusuchen, um auch etwaige Netzhauterkrankungen ausmachen und behandeln zu können.

Wählen Sie die sichere Variante und lassen Ihre Augen bei solch merklicher Probleme untersuchen, damit Sie in der dunklen, aber doch schönen Jahreszeit in keine Unfälle verwickelt werden!

Wie gehen Sie mit dem Fahren bei Dunkelheit um? Diskutieren Sie hier im Blog mit.

2 Responses

  1. Sanjiyan

    Bei Nacht zu fahren versuche ich, wenn möglich, zu vermeiden. Ich bin da sehr Licht-empfindlich und bin schnell geblendet bei entgegen kommenden Fahrzeugen. An Tagen an denen ich gar nicht gut drauf bin, muss ich sogar den Rückspiegel abblenden, weil ich das Licht von hinten nicht ertrage. Da reichen auch kurze Strecken um mich total erschöpft ankommen zu lassen…

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    • antje.leimert

      Das geht vielen so, Sanjiyan. Es gibt natürlich auch Unterschiede zwischen normalem Unwohlsein beim Fahren in der Dunkelheit und einer wirklichen Augenschwäche. Kurzsichtigkeit zum Beispiel kommt bei Nacht sehr deutlich zum Tragen. Viel deutlicher als am Tag, wenn man gutes Licht und starke Kontraste hat. Aber es ist ein ernstes Thema. Fahr bitte immer vorsichtig, Sanjiyan – und auch jeder andere von euch! Euer Lampenwelt-Team

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