Ein klirrendes Geräusch – wirklich zu ärgerlich, jetzt ist es tatsächlich passiert. Da möchte man vorbildlich sein und eine Glühlampe gegen eine Energiesparlampe auswechseln und dann so etwas. In einer Millisekunde der Unachtsamkeit ist die Energiesparlampe auf den Boden gefallen und in tausend Splitter zerbrochen. Was nun? Keine Sorge, man muss deswegen nicht in Panik verfallen. Jedoch muss man wissen, dass Energiesparlampen geringe Mengen an Quecksilber enthalten, was nicht eingeatmet und auch nicht mit der Haut in Berührung kommen sollte. Der europäische Höchstwert an Quecksilber in Energiesparlampen liegt zwar „nur“ bei 5 Milligramm und etliche Lampen weisen sogar sehr viel geringere Mengen auf – trotzdem ist bei einer zu Bruch gegangenen Energiesparlampe Vorsicht geboten. Man sollte nicht einfach einen Staubsauger zur Hand nehmen, sondern das jeweilige Zimmer etwa eine Viertelstunde lang lüften, damit der Quecksilberdampf entweichen kann. Die größeren Glasscherben anschließend vorsichtig einsammeln und die kleineren Splitter am besten mit einem feuchten Tuch aufnehmen. Dabei sollte man möglichst Handschuhe tragen. Alle Bruchstücke sollten luftdicht verpackt und zur Schadstoffsammelstelle der Stadt oder Gemeinde gebracht werden, denn Energiesparlampen gehören nicht in den normalen Hausmüll – und schon gar nicht in den Glascontainer. In Glascontainern haben auch Glühlampen oder Halogenlampen nichts verloren. Sie können im Hausmüll entsorgt werden.

Das Elektro- und Elektronikgerätegesetz (ElektroG)

Im Frühjahr 2006 wurde das so genannte Elektro- und Elektronikgerätegesetz verabschiedet. Davon betroffen sind unter anderem Haushaltsgeräte, Geräte der Informations- und Telekommunikationstechnik, Geräte der Unterhaltungselektronik sowie Beleuchtungskörper. Letzeres meint Leuchtmittel wie Energiesparlampen, Gasentladungslampen (u.a. Metalldampflampen) und Leuchtstofflampen. Wie alte Batterien dürfen sie nur noch fach- bzw. umweltgerecht entsorgt werden. Verbraucher erkundigen sich am besten unter www.lightcycle.de, wo sie die nächste Sammelstelle oder den nächsten Wertstoffhof finden. Teilweise nehmen auch Händler alte Leuchtmittel zurück. Eine höfliche Nachfrage schadet nie.

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