Man schrieb das Jahr 1879, als der damals 32-jährige Thomas Alva Edison mit der Erfindung der Kohlefaden-Glühlampe die Welt revolutionierte. Bereits 1871 hatte der junge Forscher die erste gebrauchsfähige Schreibmaschine entwickelt und 1877 den Phonograph, das weltweit erste Aufnahmegerät. Nur zwei Jahre später gelang ihm, neben der besagten Glühlampe, eine weitere bahnbrechende Erfindung: die Weiterentwicklung von Alexander Graham Bells Telefon, wodurch erstmals Telefongespräche über längere Distanzen möglich wurden. Durch das Glühlampenverbot wird Edisons wohl berühmteste Erfindung jedoch nun stufenweise aus dem Handel verschwinden.

Am 1. September 2011 erreicht das Glühlampenverbot die dritte Stufe

Zu Lebzeiten Edisons hätte vermutlich kaum jemand geglaubt, dass die Glühlampe eines Tages zum Auslaufmodell degradiert werden würde. Doch genau 130 Jahre nach ihrer Erfindung, im Jahr 2009, ist genau dies passiert. Mit dem von der Europäischen Union beschlossenen Glühlampenverbot werden Glühlampen sukzessive vom Markt genommen. Die 100-Watt und die 75-Watt-Glühlampe gehören bereits der Vergangenheit an. Ab dem 1. September 2011 dürfen auch keine 60-Watt-Glühlampen mehr produziert werden. Erlaubt ist dann lediglich noch der Abverkauf von Restbeständen.

Den Ruhestand hat sich die betagte Glühlampe sicherlich mehr als verdient. Dennoch ist sie für ihr Alter noch immer recht neuzeitlich, denn sie besticht durch ihre gute Farbwiedergarbe und ihr warmes Licht. „Warm“ ist sie jedoch auch in anderer Hinsicht – und genau dies wird ihr nun zum Verhängnis. Als so genannter Wärmestrahler wandelt die Glühlampe lediglich 5 % der von ihr verbrauchten Energie in Licht um. 95 % verpuffen zu unnützer Wärme. Zuviel in Zeiten von gesteigertem Energie- und Umweltbewusstsein und erhöhtem CO2-Ausstoß. Dieser soll durch das Glühlampenverbot nun verringert und die Glühlampe durch Leuchtmittel-Alternativen ersetzt werden. Energiesparlampen und LEDs stehen dabei auf der Ersatzliste ganz weit oben.

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