BiolumineszenzBlog260260Manche Lebewesen besitzen eine außergewöhnliche Eigenschaft: Teile ihres Körpers besitzen die natürliche Fähigkeit zu leuchten. Diese Fähigkeit nennt man Biolumineszenz und ist bei verschiedenen Lebensformen in unterschiedlichen Regionen verbreitet. Die Fähigkeit dient dabei je nach Tier verschiedenen Zwecken. So ist das Licht freilich in der Lage, potentielle Beute oder einen Partner anzulocken. Aber auch Kommunikation ist damit möglich, wobei auch eine abschreckende, warnende oder drohende Funktion Teil einer Kommunikation sein kann. Auch ist das Anpassen an eine Umgebung oder eine Ablenkung denkbar, beispielsweise, um das betreffende Tier zu tarnen.

Die Leuchtqualle Aequorea victoria

Ein besonderes Exemplar, welches zur Biolumineszenz fähig ist, ist die Leuchtqualle, auch unter dem lateinischen Namen Aequorea victoria bekannt. Quallen sind etwa 670 Millionen Jahre alt und galten bis zum Ende des 20. Jahrhunderts als uninteressant für die Wissenschaft. Zwar schrieb schon Jules Verne in der Mitte des 19. Jahrhunderts über die leuchtende Qualle in seinem Roman „20.000 Meilen unter dem Meer“, doch erst, als man erkannte, dass die Qualle Körperteile nachwachsen lassen kann, wurde sie wissenschaftlich erforscht. Denn wäre man in der Lage, menschliche Körperteile „nachwachsen“ zu lassen oder zu „züchten“, so wäre dies ein bahnbrechender Erfolg für die Medizin.

Das Leuchten, über welches eine bestimmte Form der Qualle verfügt, war also weniger Zentrum des Interesses, wobei jedoch erwähnt werden muss, dass der Römer Plinius der Ältere vor 2.000 Jahren vorschlug, den leuchtenden Quallenschirm abzutrennen und an den Qanderstab zu heften, um auch im dunkeln den Weg zu erleuchten. Dies freilich erwies sich als weitgehend inpraktikabel, zumal viele Quallen für die menschliche Berührung giftig sind.

Das Eiweiß Aequorin

Das Leuchten aber wird durch das lichtempfindliche Eiweiß Aequorin ermöglicht. Dieses reagiert mit Kalziumionen und es entsteht Licht. Damit unterscheidet sich die Leuchtqualle von beispielsweise dem Glühwürmchen, bei dem das mit Sauerstoff reagierende Luziferin das Licht erzeugt. In beiden Fällen aber hat man es mit einer natürlichen Fähigkeit der Lichterzeugung zu tun, die unter den Lebewesen der Erde eine Besonderheit bleibt.

Künstliches Licht – so vielfältig wie die Wunder unserer Natur – auf Lampenwelt.de – Weil Auswahl einfach besser ist!

Schreibe uns einen Kommentar:

Deine Email Adresse wird nicht veröffentlicht.