Sie sind die bedeutungsvollsten Symbole der Olympischen Spiele: fünf farbige Ringe auf weißem Grund. In ihrer Farbigkeit spiegeln sich alle Nationalflaggen der teilnehmenden Kontinente wider: Blau, Gelb, Schwarz, Grün und Rot. Dies symbolisiert die Verbundenheit der Erdteile Asien, Amerika, Afrika, Australien und Europa. Von großer Symbolkraft ist auch das olympische Feuer. Erstmals loderte es 1928, bei den Olympischen Sommerspielen in Amsterdam. Seither wird es zu allen Olympischen Spielen entzündet – egal wo sie auch immer stattfinden und sowohl bei den Sommer- als auch bei den Winterspielen. Entflammt wird das Feuer stets in Olympia, dem Ursprungsort des antiken Sportereignisses.

Der Fackellauf – ein olympisches Ritual

Der Fackellauf, durch den die Flamme transportiert wird, existiert zwar schon seit der Antike als Wettkampfdisziplin, zur Entfachung des olympischen Feuers wird er aber erst seit der Neuzeit verwendet. Eingeführt wurde der Fackellauf vom Propagandaministerium der Nationalsozialisten im Zuge der Sommerspiele 1936 in Berlin. Heute gilt die Ordnung des olympischen Komitees, nach der die Fackel einmal alle teilnehmenden Kontinente durchquert haben muss. Auch dieses Ritual steht für den verbindenden Grundgedanken Olympias: kein Fackelläufer darf wegen seines Glaubens, seines Geschlechts oder seiner Hautfarbe ausgeschlossen werden. Von großer Wichtigkeit ist der Schlussläufer, der die Fackel in das jeweilige Stadion bringt. Oftmals ist es ein prominenter Sportler. Einer der bekanntesten Schlussläufer war z. B. 1996 in Atlanta Muhammad Ali, der Olympiasieger im Boxen in Rom 1960.

In Brand gesetzt wird die Flamme der Fackel gemäß griechischer Tradition mit einem Hohlspiegel. Der Hohlspiegel, auch Parabolspiegel genannt, bündelt das Sonnenlicht genau im Brennpunkt und bringt die Flamme so zum Lodern. Das Feuer wird bei der Eröffnungsfeier angezündet und brennt während der gesamten Spiele. Erlischt das Feuer, sind auch die Spiele vorbei.

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