Seit rund 4,6 Milliarden Jahren zieht der Mond seine Bahnen um die Erde. Dafür benötigt er etwa 27 Tage. Entstanden ist der Mond (lat. luna) vermutlich durch den Zusammenprall eines Planeten mit der Urform der Erde. Dessen Trümmer formten sich zum Mond. Der Mond ist der Begleiter eines Planeten, sein Trabant – auch Nebenplanet genannt. Genau genommen meinen wir also mit „dem Mond“ den Erdmond, den ständigen Begleiter der Erde mit einem Durchmesser von cirka 3500 Kilometern. Die Erde hat in etwa die vierfache Größe des Mondes.

Mann im Mond?

Die Menschheit ist von jeher vom Mond und seinem Lichtschein fasziniert. Um sich den Mond etwas erklärbarer zu machen, vermutete man dort ein Lebewesen. Es ist aber nicht der Mann im Mond, der das Licht immer wieder an und aus knipst, so wie es in manchen Liedern besungen wird. Der Mond scheint nur, wenn er das Licht der Sonne reflektiert. Von der Erde aus betrachtet sieht man genau den Teil, der von der Sonne erleuchtet wird – den Neumond, Halbmond oder den Vollmond.

Mond-Mythen

Bei Vollmond schläft man schlechter, neigt zum Schlafwandeln und es werden mehr Kinder geboren. Eine Gewichtsreduzierung ist hingegen bei abnehmendem Mond erfolgsversprechender als bei Vollmond. Moderne Forschungen zeigen, dass es diesen Behauptungen erheblich an Substanz fehlt. Es handelt sich um Mythen, die dadurch entstanden sind, weil der Mensch fast ununterbrochen nach Erklärungen oft unerklärlicher Phänomene sucht. Statistisch ist jedoch keine der Annahmen nachweisbar. Dennoch glaubt man an den Einfluss des Mondes, denn die Mondphasen bieten zumindest Orientierung.

Dass Ebbe und Flut vom Mond bestimmt werden, ist eine Tatsache. Und wer seine Pflanzenpflege nach dem Mond richtet, der ist aufmerksamer und sie können dadurch auch prächtiger gedeihen. Vieles beruht aber auf Spekulationen. Doch was hat es mit den Schlafstörungen auf sich, über den nicht nur viele ältere Menschen klagen? Laut Schlafexperten besteht kein Zusammenhang zwischen Vollmond und Schlaflosigkeit. Vermutlich hat dies nur mit einer verzerrten Wahrnehmung zu tun. Man nimmt nur wahr, dass man bei Vollmond schlecht geschlafen hat, verdrängt aber, dass man bei Vollmond schon genauso gut geschlafen hat. Einschlafschwierigkeiten sind vielmehr auf Alltagsstress oder schlechte Gewohnheiten vor dem Zubettgehen zurückzuführen – wie zum Beispiel übermäßiges Essen oder einen aufwühlenden Psychothriller. Was das Schlafwandeln betrifft, so wird angenommen, dass Schlafwandler Licht wahrnehmen und sich darauf zubewegen– die Helligkeit des Mondes ist allerdings viel zu schwach.

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