Filmprojektion_260_260Die Vorhänge öffnen sich– der Film wird in Kürze beginnen. Doch mit dem Verlöschen des Saallichtes wird ein anderes eingeschaltet: das des Filmprojektors. Doch außer dem Filmvorführer und einigen Filmstudenten bekommen nur wenige je einen echten Projektor zu Gesicht. Dabei ist dieser technisch weitentwickelte und stetig verbesserte Apparat sehr dicht am Licht, was ihn zu unserem Thema macht.

Wie funktioniert ein Filmprojektor?

Ohne den Filmprojektor keine Filmvorführung. Denn der Projektor projiziert einen Bildstreifen (den Film) auf die Leinwand. Zu diesem Zweck wird der durchscheinende Film von dem Lichtstrahl einer kleinen und hellen Lichtquelle beleuchtet und das Bild auf dem Bildstreifen durch ein Objektiv auf Leinwandgröße gebracht.

Natürlich bleibt es nicht bei einem einzigen Bild. Mittels eines Filmantriebes, z.B. des Malteserkreuzgetriebes,  werden die einzelnen Bilder ruckartig bewegt und zum Stillstand gebracht – 24 Mal in der Sekunde. Denn diese Bildanzahl nimmt das menschliche Auge als fließende Bewegung wahr. Damit der Bildwechsel nicht als ein „Durchscrollen“ der Bilder empfunden wird, unterbricht die Umlaufblende beim Filmstreifentransport den Lichtstrahl. Steht der Film, öffnet sich die Blende erneut. Damit das Auge auch diesen Wechsel nicht wahrnimmt, wird das Bild im stehenden Zustand noch einmal ausgeblendet, also pro Sekunde 48 Mal flackert.

Lampen für den Film

Leuchtmittel entwickeln sich – so auch dasjenige für den Filmprojektor. Früher wurden Kohlebogenlampen eingesetzt, die eine große Wärme entwickelten. Entsprechende Projektoren brauchten Abluftrohre zu Schornsteinen. Heute arbeiten Projektoren mit Xenon-Lampen mit 900 – 10.000 Watt Leistung. Diese auch bei Autoscheinwerfern eingesetzten Lampen erzeugen ein Licht mit Tageslicht-Farbtemperatur. Heutige Filme sind in der Regel für dieses Leuchtmittel ausgelegt. Wird allerdings ein älterer Bildstreifen, der für das Kohlebogenlampenlicht ausgelegt war, eingelegt, kann dieser durch die höhere Farbtemperatur bläulich erscheinen. Damit auch die alten Klassiker aber im Kino bewundert werden können, werden Filter eingesetzt.

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