Der Einsatz von immer mehr elektrischen Geräten im Haushalt – vom einfachen Toaster über die Waschmaschine bis zur Unterhaltungselektronik – erhöht ständig den Bedarf an Stromanschlüssen in der Wohnung. Sind zu wenige Steckdosen beim Bau des Hauses eingeplant worden, kann man sich mit so genannten Mehrfachsteckdosenleisten behelfen. Damit können ca. drei bis acht elektrische Geräte auf einmal mit Strom versorgt werden. Was jedoch viele Verbraucher nicht bedenken, ist, dass solche Mehrfachsteckdosenleisten auch Gefahren bergen, die es zu erkennen und zu verhindern gilt.

Brandgefahr bei Überhitzung

Durch den Anschluss mehrerer Geräte an eine Steckdosenleiste, fließ erhöhte Spannung, die schnell zu einer Überhitzung der Leiste führen kann. Deshalb sollte man nie mehrere Steckdosenleisten hintereinanderschalten und immer darauf achten, dass sie sich nicht in der Nähe von Wärmequellen befinden oder von Kleidungsstücken bedeckt werden. Außerdem sind größere Haushaltsgeräte wie Waschmaschinen, Trockner oder Heizlüfter immer nur direkt über die Wandsteckdose zu betreiben. Bei kleineren Geräten ist darauf zu achten, dass sie in der Summe nicht die Belastungsgrenze von gewöhnlich 3.500 Watt überschreiten. Auch der Gebrauch in feuchten Räumen oder im Außenbereich ist nicht für alle Steckdosenleisten sicher. Sind sie nicht dafür ausgestattet, kann es zu Kurzschlüssen und Schwelbränden kommen.

Woran erkennt man minderwertige Steckdosenleisten?

Als Laie ist es häufig schwierig, minderwertige Steckdosenleisten, die Gefahren bergen, zu erkennen, doch gibt es einige Anhaltspunkte: Eine sehr dünne Anschlussleitung und ein sehr weiches Leitungsmaterial lassen auf eine schlechte Qualität schließen. Kann der Schukostecker sehr leicht gezogen werden und gehen die Schutzleiterkontakte nicht wieder in ihre ursprüngliche Position zurück, nachdem man den Stecker gezogen hat, ist die Steckdosenleiste qualitativ minderwertig. Vom Gebrauch ist daher abzuraten. Auch ein aufgedrucktes GS-Zeichen muss nicht von geprüfter Qualität zeugen, da solche Prüfkennzeichen nicht selten gefälscht werden – z. B. daran erkennbar, dass neben dem Zeichen keine Prüfstelle steht oder auf der Packung eine andere Prüfstelle als auf der Steckdosenleiste selbst steht. Treffen einer oder mehrere dieser Punkte zu, sollte man die Steckdosenleiste nicht in Gebrauch nehmen bzw. gar nicht erst kaufen.

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