Die lichttechnische Entstehung der LED ist auf das Jahr 1907 datiert. Joseph Round machte die Entdeckung der so genannten Elektrolumineszenz: der Lichtemission bzw. Lichterscheinung, die nicht durch erhöhte Temperatur bewirkt wird, sondern durch einen Halbleiterkristall, der unter dem Einfluss von Stromspannung leuchtet. Kurz gesagt: die LED gibt Licht ab, wenn Strom durch sie hindurch geleitet wird. In den 60er Jahren kamen die ersten roten LEDs auf den Markt. Die Abkürzung LED steht für lichtemittierende Diode – auch Leuchtdiode oder Lumineszenz-Diode.

Bekannt ist die LED vor allem für ihren geringen Energieverbrauch und ihre lange Lebensdauer von durchschnittlich 35 000 Stunden – eine wirklich beeindruckende Kombination. Beeindruckend ist auch, dass die LED – im Gegensatz zur Energiesparlampe – Helligkeit ohne Verzögerung spendet. Zudem ist eine LED sehr klein und ihr Anwendungsbereich erweitert sich ständig. LEDs waren bis in die 90er Jahre nur in Rot, Gelb, Orange und Grün erhältlich – seit 1997 auch in Weiß. Um weißes Licht zu erzeugen wird sich eines Tricks bedient: eine blaue LED wird mit einem gelb leuchtenden Farbstoff zusammengebracht.

Imagewandel der LED: von der Kontrollleuchte zur dekorativen Lichtkreation

Vertraut ist uns die LED bereits seit Jahrzehnten: beispielsweise als Kontrollleuchte, Element von Anzeigetafeln und Fernbedienungen oder als Standby-Lämpchen von Fernsehern. Somit verband man mit der LED ein eher nüchternes, funktionales Image. Früher hätte man ihr das Attribut „dekorativ“ wahrscheinlich noch abgesprochen. Mittlerweile ist die LED, zum Beispiel als Weihnachtsschmuck in Form einer LED-Lichterkette, aber nicht mehr wegzudenken. Die LED hat längst Einzug in den Wohnbereich gehalten, denn die kleinen LEDs ermöglichen Leuchtendesignern einen größeren Gestaltungsspielraum. Die Form der Leuchte kann entworfen werden, ohne Rücksicht auf das Leuchtmittel nehmen zu müssen. Mit LEDs können Leuchtendesigner ihrer Fantasie freien Lauf lassen – von puristisch bis pompös ist alles möglich.

Die LED bietet allerlei Vorteile

Anders als die herkömmliche Glühlampe mit Wolframdraht gehört die LED nicht zu den Temperaturstrahlern. Ihre Wärmeentwicklung ist vergleichsweise gering. LED-Licht gibt es mittlerweile auch in vertrauter Form, weil modernste LED-Technik beispielsweise in Glühlampenform mit Schraubsockel untergebracht sein kann. Damit fällt vielleicht auch der Abschied von der Glühlampe nicht so schwer, die seit dem 2009 erlassenen Glühlampenverbot stufenweise verschwinden wird. Die LED ist klein, energiesparend, langlebig und startet verzögerungsfrei – um ihre Vorteile noch einmal zusammenzufassen. Weil sie als Festkörper-Lichtquelle relativ robust ist, ist die LED gut für Bereiche geeignet, in denen das Licht oft ein- und ausgeschaltet wird. Zudem kann die LED durch ihr Energiesparpotential zum Umwelt- und Klimaschutz beitragen.

Schreibe uns einen Kommentar:

Deine Email Adresse wird nicht veröffentlicht.