Die Generation 50 plus kennt sie als Kultobjekt der 1970er Jahre, die heute Dreißigjährigen erlebten hingegen die Retrowelle in den 90ern. Die Rede ist von der Lavalampe, deren atmosphärisches Licht und faszinierendes Blubberblasenspiel zum Lebensgefühl einer ganzen Generation wurden. Von den sanften Bewegungen des flüssigen Wachs und dem bunten, schummrigen Licht geht eine beruhigende Wirkung aus, die die Lavalampe zu einem dekorativen Einrichtungsgegenstand mit Wellness-Effekt macht.

Erfolgsgeschichte der Lavalampe

Als Erfinder der Lavalampe gilt gemeinhin der Engländer Edward Craven-Walker, auch wenn seine Version der Astrolampe, wie er sie damals nannte, inspiriert wurde durch eine Eieruhr, die nach demselben Prinzip funktionierte. In dem von Donald Dunnet erfundenen Zeitmesser stieg ein Tropfen in einer Flüssigkeit auf, wenn das Ei fertig war. Craven-Walker arbeitete einige Jahre an der Entwicklung seiner Lampe, bevor er 1963 die Firma Crestworth gründete, die fortan Lavalampen produzierte. Nach dem Boom der dekorativen Lampe in den 60er und 70er Jahren des letzten Jahrhunderts schwächelte der Absatz in den 80ern, bevor die Lavalampe in den 1990ern ein Revival erlebte.

Wachs in transparenter Flüssigkeit

Ein wichtiger, aber nicht sichtbarer Teil der Lavalampe ist die im Fußteil untergebrachte Glühlampe, die nicht nur für die Beleuchtung des darüber sitzenden Glasgefäßes, sondern auch für die Erwärmung dessen zuständig ist. In diesem Glasgefäß befindet sich eine transparente Flüssigkeit angereicht mit Wachs, das durch die Wärme der Glühlampe flüssig wird und sich ausdehnt. Die Wachsblasen steigen nach oben, erkalten dort und sinken folglich wieder ab. Bis das Licht- und Blasenspiel nach diesem Muster ablaufen kann, benötigen Lavalampen je nach Modell eine Aufheizzeit von 30 Minuten bis zu drei Stunden. Insgesamt sollte eine Lavalampe nicht länger als acht Stunden am Stück betrieben werden. Eine kaputte Lampe muss fachgerecht entsorgt werden, da einige der enthaltenen Inhaltsstoffe gesundheitsschädlich sind.

Vom Klassiker zum Teelicht-Modell

Die Entwicklung steht auch im Bereich der Lavalampen nicht still: Führende Hersteller und Designer erarbeiten immer wieder neue Variationen des beliebten Lichtobjekts. Zum Beispiel gibt es mittlerweile auch ein Modell, das statt mit einer Glühlampe mit einem Teelicht betrieben wird. Dieses sorgt im unteren Teil der Lampe für die nötige Erwärmung und das gewohnt gemütliche Licht.

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