BlogTiefeMeereTauchenWenn Licht in den Tiefen der Meere zu finden ist, so stammt dieses nicht von der Sonne. Denn deren Strahlen dringen weitaus schwerer durch Wasser als durch Luft. Signifikant sind die Auswirkungen bereits für das Farbspektrum: Die Farbe Rot ist ab etwa einer Tiefe von 10 Metern nicht mehr wahrnehmbar. Blau dringt noch bis zu einer Tiefe von etwa 60 Metern vor, dann herrscht Dunkelheit. Diese Einschränkung des Lichts gilt auch in der Horizontalen.

Wie weit sieht man unter Wasser?

Wenn also Licht in den Tiefen der Meere auftaucht, dann ist dieses in der Regel nicht das Sonnenlicht, sondern entweder eine künstliche oder eine andere natürliche Lichtquelle. Bleiben wir kurz bei den künstlichen Lichtern, bevor wir uns „anderen natürlichen Lichtquellen“ zuwenden: Bringt man eine Lampe mit in die Meerestiefen, so müsste es doch theoretisch sein, dass man mit dieser auch nicht weiter sehen kann als 60 Meter, richtig?

Fast richtig, denn in der Tat sehen wir ja dadurch, dass das Licht von einer Oberfläche reflektiert und auf die Netzhaut zurückgelangt. Was bedeutet das für die Meerestiefen? Es bedeutet, dass das Licht die doppelte Strecke zurücklegen muss – und doppelt vom Wasser absorbiert wird. Man kann folglich nur die Hälfte der Strecke sehen – etwa 30 Meter weit.

Und wie tief kommen Menschen – und Maschinen – herunter ins Meer?

Wie begeisternd und faszinierend ist es da zu wissen, dass Jacques Picard und Don Walsh 1960 eine Tiefe von 10.916 Metern erreichten: die tiefste Tiefe, die je ein Mensch erreichte. Ihr Hilfsmittel: das Tauchboot Trieste.

Doch die tiefste Meerestiefe, die 11.034 Meter tiefe „Challenger-Tiefe“ im Marianengraben, hat bislang nur der japanische Unterwasser-Roboter „Kaiko“ erreicht.

Aufgrund der geringen Sichtweite unter Wasser verwundert es nicht, dass so viele Fische in Wirklichkeit kurzsichtig sind. Und hier nähern wir uns dem spannenden Thema einer anderen natürlichen Lichtquelle.

Doch dazu mehr in unserem zweiten Blogbeitrag in der nächsten Woche!

Bildinformation – Quelle: flickr – NOAA’s National Ocean Service unter Creative Commons-Lizenz

3 Responses

    • antje.leimert

      Hallo Renate 🙂 !
      Vollkommen richtig! 30 Meter weit kann man sehen – und das ist gar nicht so weit, wenn man so darüber nachdenkt, oder? Ich denke da immer an Jules Verne und die „20.000 Meilen unter dem Meer“ … Was sich wohl dort in der Finsternis des Ozeans verbergen mag … ?

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