Licht & Kirchenfenster – Sinnbild für das Himmlische

Kirchenfenster_II_260_260Jedem, der schon einmal eine Kathedrale, einen Dom oder auch eine besondere Kirche besucht hat, dem sind vielleicht die aufwendigen Kirchenfenster aufgefallen, die in kräftigen Farben leuchten und biblische Geschichten erzählen. Nicht zuletzt durch das Licht haben sie oftmals eine zauberhafte Wirkung auf uns – und genau das sollen sie auch.

Die Glasmalerei – Träger der zauberhaften Wirkung

Um diesen Effekt zu erreichen, kommt die Glasmalerei zum Einsatz. Diese hebt sich von anderen Maltechniken durch ihre besonders leuchtenden Farben und die starken Kontraste ab. Kein Wunder, denn das durchscheinende Glas, auf dem die Malereien zu sehen sind, wird vom Sonnenlicht derart zum Strahlen gebracht, dass die Fenster wie Edelsteine erscheinen.

Kunstvolle Techniken

Zwei Techniken kommen bei der Glasmalerei zum Einsatz. Bei der älteren, ab dem 8. Jahrhundert bekannten Technik werden farbige Glasstücke nur mit Schwarzlot für die ausdrucksstarken Konturen bemalt. Bei der jüngeren Technik werden farblose Glasflächen mit Schmelzfarben farbig gestaltet. Die Schmelzfarben entwickelten sich ab dem Spätmittelalter. Bei den auch Emailfarben genannten Schmelzfarben kommt das Einbrennen bei bis zu 640° zum Einsatz. Dadurch werden Farbe und Glas untrennbar miteinander verbunden.

Die großen Kunstwerke der Gotik

Zu den ersten christlichen Bauwerken mit figurativen Darstellungen zählt St. Denis, Paris, aus dem 9. Jahrhundert. Die große Blütezeit der Glasmalerei aber lag in der Gotik. Im 13. und 14. Jahrhundert entstanden beispielsweise die Fenster in Notre-Dame de Chartres, Frankreich. In Deutschland gibt es kunstvolle Kirchenfenster beispielsweise im Kölner Dom. Grund für die Beliebtheit des so bemalten Glases ist der Gedanke an die Himmelsstadt, welche vom Licht, sinnbildlich dem Ursprung des Seins und der Weisheit Gottes, bestrahlt wird.

Das Kirchenfenster und seine religiöse Wirkungskraft

Man möge sich nun vorstellen, wie es zu Zeiten des Mittelalters einem gewöhnlichen Mann oder einer Frau erging, wenn sie diese Fenster in den monumentalen Heiligtümern erblickten und mit ihren kleinen Hütten und Höfen verglichen – in einer Zeit ohne Zeitung, Fernsehen oder anderen Medien. Die Wirkung war schlicht zauberhaft – quasi ein religiöses Erlebnis besonderer Art. Die Kirchenfenster verwenden dabei Heiligenfiguren und biblische Szenen, die erzählend und ungemein kunstfertig nebeneinander gefügt wurden, um sie im Licht der Sonne erstrahlen und zu einem echten Ereignis werden zu lassen.

 

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