Es gibt künstliche Lichtquellen beziehungsweise Leuchtmittel wie Leuchtstofflampen, Glühlampen oder Energiesparlampen und natürliche Lichtquellen wie die Strahlen der Sonne oder das Mondlicht. Aber auch das Meer kann leuchten. Dennoch ist das Meeresleuchten ein relativ unbekanntes Phänomen. Hervorgerufen wird es durch die so genannte Biolumineszenz, „von Lebewesen erzeugtem Licht“. Zu diesen „Lebewesen“ können beispielsweise auch Algen gehören. Doch sind sie damit nicht allein. Bekannt ist das Phänomen auch bei Krebsen, Quallen, Fischen und Tintenfischen.

Die Biolumineszenz – oder warum leuchten Lebewesen?

„Bios“ bedeutet im Griechischen „Leben“ und „Lumen“ (lat.) „Licht“. Doch was ist der Zweck des von Lebewesen erzeugten Leuchtens und wodurch entsteht es? Meeresforscher nehmen an, dass das Leuchten ein Mittel der Kommunikation ist. Bestimmte Fischarten wenden es zur Täuschung von natürlichen Feinden an oder als Lockmittel für ihre Beute. Rhythmisches Leuchten kann ein Zeichen für Paarungswilligkeit sein.

Auch Lebewesen an Land leuchten

Beim Spaziergang in einer lauen Sommernacht stößt man unwillkürlich auf sie, denn auch an Land gibt es leuchtende Lebewesen: etwa Glühwürmchen, ebenso bekannt als Leuchtkäfer. Allerdings leuchten nur die Weibchen. Auch sie leuchten durch Biolumineszenz. Am häufigsten sichtbar ist dies im Juli und August – ihrer Paarungszeit. Ihr Leuchten bewirken die Tiere auf unterschiedliche Arten, die auf bestimmten biochemischen Prozessen basieren. Entweder durch eine symbiotische Gemeinschaft mit leuchtenden Bakterien oder durch Zellen, in denen Luziferin, der Leuchtstoff von Tieren und Pflanzen, in Reaktion mit Sauerstoff tritt. Die dabei frei werdende Energie wird als Licht sichtbar.

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