335151948_3b20b7dd9d_oEs ist einer der ältesten Wünsche der Menschheit: in Kontakt zu treten mit der Sphäre des Übersinnlichen. Dazu zählt das Göttliche ebenso wie die Welt, die nach dem Tode kommt. Menschen suchen den Kontakt zu verstorbenen Verwandten oder anderen Menschen,
die für die jeweilige Person bedeutsam waren.
Auch suchte man bei verstorbenen, weisen Persönlichkeiten Rat, beispielsweise bei vergangenen Königen.

Im Rahmen dieser Suche nach dem Kontakt zu einer anderen Seinssphäre steht die moderne Entdeckung der sogenannten Orbs.
Deren Namensherkunft scheint aus dem Englischen „orb“=„Kugel“ zu stammen, da ihre Erscheinung kreisförmig ist. Esoteriker behaupten allerdings: „orb“ komme von dem lateinischen „orbus“. Und das bedeutet „Waise“, wodurch die Namenserklärung von den verwaisten Seelen herrühre. Orbs „manifestieren“ sich als gräulich-weiße Flecken auf den Fotografien, die man mit einer Digitalkamera schießen kann.

Wissenschaftler und Esoteriker diskutieren: Handelt es sich dabei um die Manifestation von Verstorbenen? Handelt es sich um „Geisterflecken“?

Folge der Spur übersinnlicher Erscheinungen, …

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Sie erscheinen auf Urlaubsfotos, bei Tag und bei Nacht, in Wäldern oder in Städten, vor allem auch in der Nähe von Menschen. Esoteriker argumentieren, es handle sich um die Präsenz übersinnlicher Wesen, das heißt Geister oder Verstorbene, die die Nähe von Menschen suchen. Mit modernen Digitalkameras (nach Untersuchungen vor allem mit günstigeren Exemplaren) können diese Erscheinungen sichtbar gemacht werden. Esoteriker schauen dabei genau hin: Die kreisrunde Form sei hervorragend zum Sphärenübertitt, das heißt von der jenseitigen zu unserer Welt, geeignet, da sie sehr „energiesparend“ ist; interessant sei jedoch, dass man auf vielen jener Kugeln Gesichter erkennen könnte.

Viele Menschen, die sich mit Orbs beschäftigen, gestehen ihnen anhand ihrer Fotografien und Untersuchungen eine selbstständige Beweglichkeit, eine Intelligenz zu. Bedauerlicherweise sind viele Videos, die im Internet anzutreffen sind, künstlich mit Bild- und Videobearbeitungssoftware erstellt. Die modernen Möglichkeiten dieser Bildmanipulation schüren natürlich die Skepsis kräftig an. Damit nicht genug, ergreifen freilich auch Wissenschaftler das Wort.

 

… suche nach einer wissenschaftlichen Erklärung …

Natürlich sind moderne Wissenschaftler bemüht, die Erscheinung auf den Fotografien wissenschaftlich, das heißt ohne Einbezug einer übersinnlichen Wirkungsmacht, zu erklären. Sie begründen dabei das Erscheinen der Geisterflecken maßgeblich durch Lichtreflexionen. Kleinste Staubpartikel reflektieren das Blitzlicht, welches bei modernen Kameras sehr dicht an der Linse angebracht ist. Dadurch rücken die kleinen Staubpartikel in den Fokus, was bei weiter von der Linse entfernt angebrachten Blitzlichtern nicht passieren könnte. Durch den Kamerafokus entstünde sodann die Unschärfe, die als scheibenförmiges Gebilde festgehalten wird. Und warum findet sich dies besonders häufig in alten Gemäuern? Weil dort eine Menge Staub in der Luft liegt. Und warum bei großen Menschenansammlungen? Weil diese durch die Atmung sehr viele Kleinstpartikel durch die Luft wirbeln lassen.

 

… und erkenne, dass sie nicht überall funktioniert.

Das Ende der Orbs mit einer übersinnlichen Erklärung also? Nein, denn es wird begründet, dass für eine Reflexion der Staubpartikel unmittelbar vor der Linse befindlich sein muss. Die Vermutung einer übersinnlichen Präsenz kann nicht ganz entkräftet werden: Werden Orbs teilweise verdeckt und befinden sie sich in einer Entfernung zur Linse, so kann es sich nicht um reflektierenden Staub handeln.

Bildinformationen

Kammer – Quelle: flickr – spectrefloat unter Creative Commons-Lizenz

Großaufnahme – Quelle: flickr – P K unter Creative Commons-Lizenz

Kein Orb, aber eine echte leuchtende Kugel: Kugelrunde Leuchten bei Lampenwelt.de

 

2 Responses

  1. Sanjiyan

    Es kann sich hierbei aber auch schlich und ergreifend um ein Fehler im CCD-Sensor handeln 🙂

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