Im Jahre 2000 erließ die Bundesregierung ein Gesetz, das die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energie, z. B. Solarenergie, fördern sollte. Das „Gesetz für den Vorrang Erneuerbarer Energien“ (kurz: Erneuerbare-Energien-Gesetz, EEG) regelt und fördert die Einspeisung von Strom aus erneuerbaren Quellen in unser Stromnetz. Nachdem dieses Gesetz der Solar- und Photovoltaikindustrie in den letzten Jahren zu einem regelrechten Boom verholfen hat, scheint es nun – so schnell wie es bergauf gegangen ist – wieder bergab zu gehen.

Krise in der Solarindustrie

Aktuell werden die Förderungen für Solarstrom gedrosselt, allerdings weniger für mittelgroße Anlagen als für kleine und große, was den Solarmodulherstellern mittelfristig noch Aufträge sichert. Jedoch soll die Einspeisevergütung bald ganz abgeschafft werden, nämlich wenn in Deutschland eine Kapazität von insgesamt 52 Gigawatt aufgebaut ist (derzeit sind es schon mehr als die Hälfte), und spätestens dann ist auch mit dem Ende der Solarindustrie zu rechnen. Neben den gekürzten Förderungen spielt auch die asiatische Konkurrenz auf dem Solarmodulmarkt eine große Rolle. Die Dumpingpreise machen es den deutschen Herstellern schwer, konkurrenzfähig zu bleiben.

Solarenergie hat viele Vorteile

Die Energie der Sonnenstrahlung, die auf die Erde trifft, ist ungefähr 10.000-mal so hoch wie der Weltenergiebedarf. Die Sonne ist somit die größte Energiequelle für die Erdbevölkerung und sollte sie auch als solche nutzen. Solarenergie hat den Vorteil, dass sie im Gegensatz zu fossilen Energieträgern praktisch unbegrenzt verfügbar ist. Außerdem ist die Erzeugung und Verwendung von Solarenergie besonders klimaschonend und daher nachhaltig. Einzig bei der Produktion von Solarmodulen entstehen Treibhausgase. Grundsätzlich ist zu hoffen, dass die Nutzung von Solarenergie weiterhin ausgebaut wird und zu einem großen Bestandteil unserer Energieversorgung wird.

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