… sang Judy Garland Ende der 1930er Jahre in der Verfilmung des Romans „Der Zauberer von Oz“. „Irgendwo über dem Regenbogen, ist der Himmel blau und die Träume, die du träumst werden wahr“, heißt es in dem Klassiker. In der Tat gab und gibt der Regenbogen Anlass zur Legendenbildung. So soll er Träume wahr machen beziehungsweise Glück bringen und in manchen Kulturen glaubt man, dass sich an seinem Ende ein kostbarer Schatz befindet. Grundsätzlich steht der Regenbogen auch für Vielfalt und Toleranz, denn er schlägt eine Brücke zwischen den Welten. Er taugt daher als Symbol unterschiedlichster Einrichtungen und Institutionen: Kindergärten und Geburtshäuser, Wählergemeinschaften und Karnevalsvereine. Weil die beiden sonst so gegensätzlichen Elemente Feuer (Sonne) und Wasser (Regen) sich bei einem Regenbogen zu einem großen Ganzen vereinen ist er zudem zum Sinnbild der Friedensbewegung geworden. Doch wie entsteht der Regenbogen eigentlich in der Natur?

Naturschauspiel Regenbogen

Das Sonnenlicht besteht aus vielen verschiedenen Farben, dem so genannten Spektrum. Dieses optische Spektrum beschrieb im 17. Jahrhundert erstmals Isaak Newton. Das menschliche Auge nimmt das Sonnenlicht jedoch nicht farbig, sondern als weiß wahr. Sichtbar werden die Spektralfarben erst, wenn das Sonnenlicht auf Regentropfen scheint. Dann wird das Licht gebrochen und es breitet sich am Himmel ein großer farbiger Bogen aus: der Regenbogen. Von innen nach außen schillert er in den Farben Violett, Blau, Grün, Gelb, Orange und Rot. Man sieht ihn aber nur, wenn man die Sonne ungefähr im Rücken hat.

Gelegentlich ist über dem eigentlichen Regenbogen ein schwächerer zweiter Bogen zu sehen – mit umgekehrter Farbanordnung. Zu diesem Phänomen kommt es, wenn Lichtstrahlen in die Regentropfen eintreten und zweimalig gebrochen werden. Damit wir Menschen beide Phänomene überhaupt wahrnehmen können, darf die Sonne nicht zu hoch stehen. Ihr Licht darf maximal aus einem Winkel von 42 Grad auf die Regentropfen treffen.

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