Niedervolt oder Schwachstrom sind die umgangssprachlichen Bezeichnungen für Kleinspannung. Diese liegt vor, wenn die Betriebsspannung eines elektrischen Gerätes 50V Wechselspannung oder 120V Gleichspannung nicht überschreitet. Stromflüsse mit geringer Spannung bieten dem Menschen vor allem eines: weniger Gefahrenpotential beim direkten Kontakt mit einer Stromleitung. Für einen gesunden erwachsenen Menschen ist eine Spannung im Niedervoltbereich normalerweise nicht gefährlich.

Der Begriff Niedervolt bzw. Kleinspannung wird nochmals in drei Bereiche unterteilt: Sicherheitskleinspannung (SELV, Safety Extra Low Voltage), Schutzkleinspannung (PELV, Protective Extra Low Voltage) und Funktionskleinspannung (FELV, Functional Extra Low Voltage). SELV und PELV bieten besonderen Schutz gegen elektrische Schläge, wobei PELV die Erdung einiger Bauteile zulässt. FELV steht für geringe elektrische Spannung,  deren Erzeugung keinerlei Schutzmaßnahmen beinhaltet.

Niedervolt-Lampen und -Leuchten

Lampen und Leuchten, die mit der Bezeichnung Niedervolt versehen sind, werden mit einer Spannung von 12V betrieben. Dies bedeutet u. a. auch, dass Niedervolt-Leuchten einen Transformator benötigen, der die in Deutschland einheitliche 230V-Betriebsspannung in 12V-Kleinspannung umwandelt.

Im Gegensatz zu Hochvolt-Halogenlampen haben Niedervolt-Halogenlampen einen fünfmal so dicken Wendeldraht. Gepaart mit der geringen Länge des Niedervolt-Wendeldrahts – nur ein Fünftel des Hochvolt-Wendeldrahts – ergeben diese Unterschiede eine deutlich höhere thermische Belastbarkeit der Niedervolt-Wendel. Dies wiederum bedeutet, dass Niedervolt-Halogenlampen eine höhere Lichtausbeute und eine längere Lebensdauer aufzuweisen haben. Das Argument der höheren Anschaffungskosten (Transformator) entkräften Niedervolt-Leuchtmittel demnach damit, dass sie auf dem Gebiet der Lichtausbeute und der Betriebsdauer deutlich punkten können.

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