Jedes Jahr am 1. Dezember freuen sich kleine – und auch große! – Kinder, wenn sie das erste Türchen an ihrem Adventskalender öffnen dürfen. Vielleicht sind es aber auch selbstgebastelte Säckchen oder kleine geschnürte Päckchen, von denen man ab sofort bis zum 24. Dezember jeden Tag eins öffnen darf. Die Variationen des Adventskalenders, der wohl schönsten Wartehilfe des ganzen Jahres, reichen, was das Aussehen und die „Füllung“ betrifft, von Pappe über Filz und von weihnachtlichen Sprüchen über Schokolade bis hin zu kleinen Geschenken oder sogar einer weihnachtlich geschmückten Bierkiste mit 24 Flaschen. Auch ganze Häuser und Kirchen fungieren mit ihren Fenstern und Türen als Adventskalender, so z. B. das Wallenfels’sche Haus in Gießen oder das Rathaus von Gengenbach.

Massenproduktion von Adventskalendern

Vor gut hundert Jahren erschien dank des Buchhändlers und Verlegers Gerhard Lang der erste gedruckte Adventskalender – mit dem Namen „Im Lande des Christkinds“. Er hatte noch keine Türchen, sondern bestand aus zwei bedruckten Bögen Papier. Auf dem ersten befanden sich 24 Textfelder und auf dem zweiten 24 Bildchen, die man ausschneiden und auf das jeweilige Datum kleben musste. Am 24. Dezember ergab sich dann ein großes Bild daraus. Lang entwickelte seine Erfindung stetig weiter – auch Schokolade wurde als „Füllung“ verwendet –, und seit den 1950er Jahren wurden seine Adventskalender als Massenware produziert.

Adventskalender als stimmungsvolle Dekoration

Reich verzierte und weihnachtlich geschmückte Adventskalender sind mittlerweile weitaus mehr als nur eine „Wartehilfe“, die Klein und Groß das Warten auf die Ankunft (lat. adventus) Jesu Christi „versüßt“. Sie dienen auch als stimmungsvolle Dekoration, die zusammen mit verschiedenen Elementen der Weihnachtsbeleuchtung eine gemütliche und festliche Stimmung ins Haus zaubert. Kombiniert mit Lichterkette, Stern & Co. sorgen Adventskalender für eine besinnliche Advents- und Weihnachtszeit

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