Das Museum Schloss Wilhelmshöhe in Kassel ist derzeit Veranstalter der Sonderausstellung „Lichtgefüge. Das Licht im Zeitalter von Rembrandt und Vermeer“. Noch bis zum 26. Februar 2012 sind 70 Werke barocker Malerei zu sehen – von Caravaggio über Rubens bis zu Rembrandt und Vermeer. Zentrales Thema der Ausstellung ist ein wichtiger Aspekt der Malerei, der Künstler alle Epochen immer wieder aufs Neue beschäftigt und herausgefordert hat: die Übersetzung von Licht in die Malerei.

Einfluss der barocken Lichtkultur

In Kooperation mit der Berliner Forschungsgruppe „Historische Lichtgefüge“ werden Zusammenhänge zwischen der Auseinandersetzung mit Licht in der Malerei des Barocks und den Herausforderungen, denen sich heutige Künstler noch stellen müssen, wenn sie Licht in ihrer Kunst abbilden wollen, aufgezeigt. Angefangen im 15. und 16. Jahrhundert mit Caravaggio, über die niederländische Lichtmalerei von Rubens bis zum Höhepunkt der Helldunkelmalerei mit Rembrandt und Vermeer. Die künstlerische Lichtauffassung, die sich im Laufe der Jahrhunderte immer wieder veränderte, wird in der Ausstellung „Lichtgefüge“ auch zu physikalischen Theorien, wie z. B. Descartes‘ Ausführungen zum Licht, in Beziehung gesetzt.

Aktuelle Arbeiten mit Licht

Die Ausstellung, die sich in vier Themenblöcke („Raumschaffende Lichtgefüge“, „Die Zeitlichkeit der Lichtgefüge“, „Die Skalen des Lichts“ und „Das  Leuchten der Dinge“) gliedert, findet ihren Abschluss in künstlerischen Arbeiten der Gegenwart, u. a. auch Fotografien. Die Übersetzung der Malerei in das digitale Medium und die dritte Dimension ist eine der Herausforderungen, der sich zeitgenössische Künstler stellen müssen.

Weitere Infos: www.museum-kassel.de

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