Wenn das Quecksilber sich im Sommer der 30-Grad-Marke nähert oder sie sogar überschreitet, bedeutet das für diejenigen, die sich nicht in den wohlverdienten Sommerurlaub verabschieden können, meist drückende Schwüle und endloses Schwitzen in stickigen Büros. Wer über keine Klimaanlage verfügt, kann sich mit einem Ventilator Abkühlung verschaffen. In verschiedenen Größen und Variationen der Montage – für Tisch, Boden oder Decke – findet die „Windmaschine“ Platz in jedem noch so kleinen Zimmer. Extras wie die integrierte Beleuchtung bei einigen Deckenventilator-Modellen oder die Fernbedienung erhöhen den Komfort und machen die Bedienung zum Kinderspiel.

Luftbewegung statt Senkung der Raumtemperatur

Die Annahme, dass Ventilatoren die Raumtemperatur senken, ist weit verbreitet. Falsch – denn Ventilatoren sorgen lediglich für Luftbewegungen, die die Verdunstung unserer Hautfeuchtigkeit fördern. Dadurch wird der Haut Wärme entzogen und wir fühlen uns erfrischt. Schon die alten Ägypter machten sich dieses Prinzip zunutze, indem sie mit großen Fächern für Luftbewegungen und somit für Abkühlung sorgten.

Der Amerikaner James Hunter und sein Sohn John entwickelten im 19. Jahrhundert den ersten Deckenventilator, der zunächst noch mit Wasserdruck angetrieben wurde, später mit Strom. Patentiert wurde der erste elektrische Ventilator im Jahre 1902.

Deckenventilatoren – nützliche Helfer im Winter

Dass einige Deckenventilatoren ganzjährig im Einsatz sein können, überrascht viele Verbraucher. Die Funktion „Winterbetrieb“, d. h. die Möglichkeit, die Rotorblätter auch in die andere Richtung laufen zu lassen, kann eine Senkung der Heizkosten um 30 Prozent bedeuten. Der Winterbetrieb des Ventilators bewirkt nämlich, dass die warme, aufsteigende Heizungsluft im oberen Drittel des Raumes nicht vergeudet, sondern von den rotierenden Flügeln des Ventilators wieder nach unten gedrückt wird, wo sie den Bewohnern des Hauses warme Füße beschert.

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