Was man landläufig unter dem Begriff Energiesparlampe kennt, ist streng genommen nichts anderes als eine Kompaktleuchtstofflampe mit integriertem Vorschaltgerät. Vor 25 Jahren wurden die ersten Energiesparlampen entwickelt und auf den Markt gebracht. Seitdem unterliegt dieses energiesparende Leuchtmittel einer ständigen Entwicklung, was Design, Komfort, Qualität und Lichtfarbe betrifft. Eines konnte die Energiesparlampe jedoch schon immer recht gut: Energie sparen. Schon die ersten Exemplare konntenim Vergleich zu einer Glühlampe bis zu 80 % Energie sparen. Vergleicht man die Energiebilanz einer Glühlampe und einer Energiesparlampe, sind die Vorteile offensichtlich: Wandelt die herkömmliche Glühlampe nur 5 % der Energie in Licht um, den Rest in Wärme, so kann die Energiesparlampe 25 % der verbrauchten Energie in Licht umsetzen. Dies bedeutet, dass eine 7-9W Energiesparlampe genauso hell leuchtet wie eine 40W Glühlampe. Außerdem kann die Lebensdauer einer Energiesparlampe bis zu 20-mal höher sein als die einer Glühlampe. So amortisieren sich die höheren Anschaffungskosten nicht nur durch die eingesparten Stromkosten, sondern auch durch die längere Lebensdauer.

Energiesparen kann so formen- und farbenreich sein

Da die Energiesparlampe im Grunde eine gefaltete Leuchtstofflampe ist, ist vielen diese Form als typische Energiesparlampen-Form bekannt. Doch auch im Hinblick auf die Form hat sich einiges getan: Mit einem zusätzlichen Glaskolben umhüllt, treten Energiesparlampen nun auch in der klassischen Glühlampen- oder der bekannten Kerzenform auf. Insgesamt geht auch die Entwicklung der Energiesparlampen in Richtung Miniaturisierung, was bedeutet, dass die Lampen immer kleiner werden und sogar Halogenreflektorlampen durch eine energiesparende Alternative ersetzt werden können.

Der Vorwurf des kalten Lichts, dem sich die Energiesparlampe jahrelang stellen musste, ist heutzutage nicht mehr begründet. Energiesparlampen gibt es in unterschiedlichen Lichtfarben (gemessen in Kelvin), von Warmweiß (bis 3300 K) über Universalweiß (3300 K- 5300 K) bis Tageslichtweiß (über 5300 K). Die Lichtfarbe Warmweiß (2700 K) entspricht dem Licht der Glühlampe, die für die Wärme und Gemütlichkeit, die sie verbreitet, bekannt ist.

Die richtige Energiesparlampe für jeden Zweck

Die Auswahl an Sockelgrößen ist mittlerweile auch bei Energiesparlampen so groß, dass es für die meisten Leuchten, die über gängige Lampenfassungen, wie E14, E27, GU10, G9 oder auch R7s verfügen, eine passende Energiesparlampe gibt. Dimmbar sind Energiesparlampen nicht grundsätzlich, sondern nur wenn sie speziell dafür ausgelegt sind. Am besten können Energiesparlampen mit ihrer guten Energiebilanz glänzen, wenn sie da eingesetzt werden, wo ohne häufiges Ein- und Ausschalten über einen längeren Zeitraum hinweg Licht benötigt wird. Für einen Einsatz in Leuchten mit Bewegungsmeldern sind Energiesparlampen eher nicht geeignet. Auch die Umgebungstemperatur ist ein Faktor, der die Funktionsweise der Lampen beeinträchtigt. Je kälter es ist, desto länger dauert es, bis die Lampe die volle Helligkeit erreicht hat. Für den Außenbereich wurden deshalb speziell Energiesparlampen entwickelt, die auch bei niedrigeren Temperaturen ohne große Zeitverzögerung hell werden. Für Bereiche, in denen schnell volle Helligkeit benötigt wird, wie z. B. in Treppenhäusern, gibt es mittlerweile schnellstartende Energiesparlampen, für die auch das häufige Schalten kein Problem ist.

Fachgerechte Entsorgung der Energiesparlampe ist unerlässlich

Energiesparlampen enthalten geringe Mengen an Quecksilber und dürfen deshalb nicht im normalen Hausmüll entsorgt werden. Sie müssen bei den kommunalen Schadstoffsammelstellen oder Wertstoffhöfen abgegeben werden und können auf diese Weise anschließend recycelt werden. Geht eine Energiesparlampe zu Bruch, sollte man folgende Hinweise beachten: Möglichst Hautkontakt vermeiden, die Bruchstücke mit einem feuchten Tuch aufnehmen und luftdicht in einem Plastikbeutel oder verschließbaren Glasgefäß verpacken. Anschließend unbedingt das Zimmer lüften und auf keinen Fall den Staubsauger zur Beseitigung der Splitter benutzen.

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