Sternschnuppen in Deutschland | Sonntag, 15.03.2015

Sternschnuppen oder Meteore sind keine Seltenheit. Pro Sekunde prasseln Zehntausende winzige Gesteinsbrocken aus dem All auf die Erdatmosphäre und verglühen. Nur ein winziger Teil ist wiederum groß genug, um zur Sternschnuppe zu werden. Jetzt mehr erfahren im Blog von Lampenwelt.de!

Ob sich die Münchener am Sonntag, 15.03.2015, etwas gewünscht haben, als sie die Sternschnuppe sahen? Mitnichten! Denn schon bald darauf klingelten bei der Polizei die Telefone und besorgte Bürger erzählten von dem, was sie gesehen oder gehört hatten! Es berichtete u.a. die Online-Redaktion der tz.

Dass außerirdische Raumschiffe oder eine göttliche Vergeltung hinter dem Phänomen am 15.03.2015 gegen 20:45 Uhr vermutet wurden, ist zu bezweifeln. Dennoch: Als am Abendhimmel eine Sternschnuppe sichtbar wurde, war die Reaktion keinswegs nur ein kleiner Wunsch, sondern tiefe Besorgnis! Die Redaktion der tz berichtet, besorgte Münchener hätten die Telefone der Polizei  klingeln lassen. Auch ein lauter Knall sei zu hören gewesen. Auch in Österreich und der Schweiz war das Lichtphänomen zu sehen. Wurden etwa Gebäude getroffen oder sogar Menschen verletzt?

Fest steht, dass die Sternschnuppen von den Menschen nicht immer als jene Himmelskörper angesehen werden, bei deren seltenem Anblick man sich etwas wünschen kann. Schon gar nicht ein so großes Exemplar wie dasjenige, welches man auch in diesem Video erkennen kann. Früher glaubte man an göttliches Wirken und auch in diesem Jahrhundert veranlasste der Anblick der leuchtenden Sternschnuppen bereits zu entsetzten UFO-Warnungen. Die Münchener werden jedoch eher an (glücklicherweise seltene) Ereignisse gedacht haben, in denen Sternschnuppen, also Meteore, wirklichen Schaden angerichtet haben. Zum Beispiel dasjenige Ereignis in der russischen Region Tscheljabinsk, bei dem Fenster splitterten und Splitter etwa 1.000 Menschen verletzten. Doch auch, wenn dieser oder ähnliche Fälle nicht bekannt gewesen waren, bereitet es doch ein mulmiges Gefühl, wenn am Himmel plötzlich ein helles Licht auftaucht und zur Erde kracht.

Was genau sind Sternschnuppen?

Doch Sternschnuppen sind glücklicherweise in den seltensten Fällen gefährlich. Auch in unserem Fall am 15.03.2015 wurden keine unmittelbaren Schäden bekannt, so ein Sprecher im Innenministerium laut Focus Online. Die verringerte Sorge vor dem verheerenden Wirken einer Sternschnuppe führte dazu, dass eben jener Glaube an die Erfüllung eines Wunsches beim Anblick der Sternschnuppe entstand. Dabei sind Sternschnuppen gar nicht so selten, man sieht sie nur nicht so häufig. Denn Sternschnuppen sind nichts weiter als in die Erdatmosphäre eintretende Metall- oder Gesteinsbrocken. Die Zahl der eindringenden Teilchen in die Erdatmosphäre liegt im fünfstelligen Bereich – pro Sekunde! Doch der Großteil besteht aus klitzekleinen Körnchen von nicht mal einem Gramm Gewicht. Diese „Krümel“ können wir nicht sehen, wobei wir die größeren Exemplare auch nur aufgrund ihres namensgebenden Merkmals identifizieren können: an dem Schweif der Sternschnuppe.

Wodurch entsteht der Schweif hinter dem Meteor

Bis zum Erdboden gelangen die winzigen Teilchen nicht. Denn beim Eintritt in die Erdatmosphäre werden die Teilchen drastisch durch die Luft abgebremst – in etwa 100 Kilometern Höhe. Durch das Reiben an der Lufthülle entsteht eine Hitze von bis zu 3.000 °C, die das Teilchen verglühen lässt. Bei den tausenden von Körnchen nehmen wir diesen Vorgang optisch überhaupt nicht wahr. Ist jedoch der Gesteins- oder Eisenbrocken groß genug, so kann man für den Bruchteil einer Sekunde eben jenes Aufglühen bemerken.

Auch die anschließende Flugbahn der Sternschnuppe wird dann sichtbar, denn der verglühende Körper hinterlässt eine Plasmaspur durch die aufgeheizte Luft. Genau diese Lichtspur, welche mehrere hundert Kilometer lang sein kann, nennt man Sternschnuppe. Den eintretenden Himmelsköprer nennt man Meteor. Besonders große Exemplare werden dabei Feuerkugel oder Bolide genannt.

Und auch wenn wir heute wissen, dass es weder Ufos sind noch übernatürliche Mächte – ein bisschen Ehrfurcht hat man vor den Meteoren aus dem All doch schon, oder?

Wie geht es Ihnen persönlich? Würden Sie sich etwas wünschen, wenn eine Sternschnuppe herankommt? Oder haben Sie vielleicht sogar schon einmal eine Sternschnuppe gesehen?

 

 

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